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Evolutionstheorie |
11.07.2005 |
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Schönborn verteidigt sich
Für wissenschaftliche Freiheit hat der Wiener Kardinal Christoph Schönborn im ORF-Radio zur Debatte über die Evolutionstheorie plädiert. Man könne vom Glauben her nicht gegen das Wissen handeln, so Schönborn.
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Schönborn: "Schöpfungslehre und Evolution stehen einander nicht im Weg." |
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Kardinal: "Man darf diskutieren"
"Glauben und Wissen sind nie ein Widerspruch. Versuche, mit abenteuerlichen Hypothesen die Erdgeschichte auf sechs Tage zu reduzieren, entbehrt jeder Seriosität, jeder Ernsthaftigkeit", so Schönborn im ORF-Radio.
Schönborn wandte sich entschieden gegen Versuche, "die Diskussion über die Zielgerichtetheit, Finalität in der Biologie, Natur in diese Ecke abzudrängen". Wer dies mache, begehe ein Unrecht.
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"Es gehe ihm darum, dass manche Leute nicht im Namen der Wissenschaft quasi dogmatisch befehlen, dass darüber nicht diskutiert werden dürfe. "Natürlich darf über 'intelligent design' diskutiert werden. Das wird in der Physik gemacht, erst Recht in der Biologie".
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Über Plan dahinter reden
Über einen vernünftigen Plan hinter dem Leben zu diskutieren, sei etwas absolut Legitimes. "Wer das wissenschaftlich abdrehen will, handelt so, wie man der Kirche vorwirft, dass man nämlich Inquisition betreibt. Das ist die Speerspitze meines Artikels. Ich plädiere für wissenschaftliche Freiheit", so der Kardinal.
Es gehöre jedenfalls zum Wesen der Religion, dass "sie so etwas wie einen Schöpfer annimmt". Dass jemand hinter der unglaublichen Ordnung im Universum und im menschlichen Leben stehe, der "für uns mit einer unbegreiflichen Intelligenz ein Wunderwerk geschaffen hat und auch die Möglichkeit gegeben hat, es zu erforschen".
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wien.ORF.at
Schönborn hatte vergangene Woche in der "New York Times" Kritik an so genannten "Neo-Darwinistischen" Evolutionstheoretikern geübt. Deren Theorien würden versuchen, die Existenz eines "Designs" bei der Entstehung des Lebens wegzuerklären. Für Schönborn sind derartige Theorien "Ideologie, nicht Wissenschaft".
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oe1.ORF.at
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