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DO | 23.02.2012
Wiesenthal Sonderbriefmarke (Bild: APA/Herbert Neubauer)
LEUTE
Wiesenthal mit Sonderbriefmarke geehrt
Der als "Nazijäger" bekanntgewordene und mittlerweile verstorbene Simon Wiesenthal ist mit einer Sonderbriefmarke geehrt worden. Diese ist eine Gemeinschaftsproduktion der österreichischen und israelischen Post.
Simon Wiesenthals Eneklin Racheli Kreisberg während der Präsentation der Simon Wiesenthal Sonderbriefmarke (Bild: APA/Herbert Neubauer)
Wiesenthal selbst war begeisterter Briefmarkensammler.
Enkelin bei Präsentation dabei
Bei der Präsentation der Marke im Jüdischen Museum betonte Wiesenthals Enkelin Racheli Kreisberg, die Marke sei ein Werkzeug für die "vierte Generation" jener, die nach dem Holocaust auf die Welt gekommen ist, um die historischen Ereignisse besser hinterfragen zu können.

Kreisberg zeigte bei der Präsentation im Jüdischen Museum auch einen Film über die Briefmarkensammlung ihres Großvaters Simon Wiesenthal, in dem dieser seine Liebe zur Philatelie beweist. Grußworte gab es auch vom Botschafter des Staates Israel in Österreich, Aviv Shir-On.
"Der Zivilisation ihre Würde wiedergegeben"
Die Sonderbriefmarke war eine Initiative des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde in Wien, Ariel Muzicant. Dieser betonte, dass es sich bereits um die zweite Marke solcher Art handle, bereits vor sechs Jahre habe man Theodor Herzl eine gewidmet.

Der Direktor des Jüdischen Museums Wien, Georg Haber, würdigte das "große, bedeutende Ereignis", ebenso wie der Wiener Kulturstadtrat, Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Wiesenthal habe durch seine Arbeit "der Zivilisation ihre Würde wiedergegeben", meinte er in seiner Festrede.

Die Sondermarke ist ab sofort erhältlich.
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