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VERKEHR |
24.06.2010 |
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Private Westbahn soll Ende 2011 starten
Ihre Pläne für eine Privatbahn auf der Westbahnstrecke haben STRABAG-Chef Hans Peter Haselsteiner und der frühere SBB-Manager Benedikt Weibel nun weiter erläutert. Die Strecke Wien - Salzburg soll Ende 2011 starten.
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Investitionen betragen laut Haselsteiner 130 Millionen Euro. |
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"Kein Projekt gegen die ÖBB"
Haselsteiner, über seine Privatstiftung Dritteleigentümer der Rail Holding, kündigte als Starttermin für die Strecke Wien - Salzburg den 11. Dezember 2011 an.
Weibel, Aufsichtsratsvorsitzender der Rail Holding, will die künftige Privatbahn nicht als Konkurrenten der ÖBB sehen: "Das ist ein Projekt für den Bahnmarkt, kein Projekt gegen die ÖBB", sagte er Mittwochabend in Wien im Rahmen einer Buchpräsentation.
"Ein jahrhundertealter Monopolist bekommt einen Mitbewerber", meinte Haselsteiner, der die Investitionen mit rund 130 Millionen Euro bezifferte: 110 Mio. als Anfangsinvestition für das rollende Material, zehn Mio. für Wartungseinrichtungen und weitere zehn Mio. für Schulungen und Betriebsmittel.
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"ÖBB picken Rosinen nicht"
Natürlich rechne er mit einem erfolgreichen Investment, sagte Haselsteiner. Auf Fragen, wann er den Break-even erreichen wolle, legte sich der Baulöwe aber nicht fest. Auch über eine mögliche Expansion zu reden sei noch zu früh: Einen Privatbahnbetrieb auf einer weiteren Strecke wolle er nicht ausschließen, zunächst müsse jedoch das Konzept auf der Westbahn aufgehen.
"Natürlich picken wir uns die Rosinen, aber die ÖBB selber pickt sie ja nicht", meinte Weibel. Auf der Strecke Wien - Salzburg sei viel mehr Passagieraufkommen als derzeit möglich, so der Schweizer, der von 1993 bis 2006 als Vorsitzender der Geschäftsleitung die Schweizer Bundesbahn (SBB) führte.
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Haselsteiner: Mit Tempo und Service punkten
Die private Westbahn will vor allem bei Tempo und Kundenservice die ÖBB abhängen: Trotz mehr Stopps werde man die Strecke schneller bewältigen. Den Verspätungen aufgrund von Infrastruktur-Umbauten könne sich auch eine Privatbahn nicht entziehen, die Kunden sollen aber besser informiert werden.
"Wir werden für bessere Kommunikation und Verständnis bei den Bahnkunden sorgen", kündigte Haselsteiner an. Auch bei der Sauberkeit will die private Westbahn punkten, was Haselsteiner mit drastischen Worten ausdrückte: "Es ist eine Zumutung für jede Dame, ein Scheißhäusel der ÖBB zu benutzen - und auch für viele Männer".
Die Rail Holding AG, Muttergesellschaft der Westbahn Management GmbH, gehört zu je 35 Prozent der Haselsteiner Familien-Privatstiftung und der Stefan Wehinger Beteiligungs- und Beratungs GmbH. 30 Prozent hält die Schweizer Oldro AG. In der Schweiz selber sei eine Privatbahn für den Personenverkehr gesetzlich verboten, eine Liberalisierung gibt es laut Weibel nur im Güterverkehr.
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wien.ORF.at; 2.7.09
Die Fahrtrechte auf einem Teil der Westbahnstrecke hat sich Haselsteiner bereits im Vorjahr gesichert.
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