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CHRONIK |
06.07.2010 |
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Staatsanwaltschaft bestätigt Anzeige
Die Kommission um Opferanwältin Waltraud Klasnic hat erstmals eine Anzeige wegen besonders schwerwiegenden Kindesmissbrauchs erstattet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das mittlerweile, Details wollte man nicht sagen.
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Vowürfe gegen hochrangige Angehörige und Mitarbeiter des Ordens. |
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Elfjähriger soll vergewaltigt worden sein
Die Anzeige erfolge auf Wunsch der Mutter eines angeblichen Opfers, deren Sohn im Jahr 1993 mit elf Jahren mehrmals im Internat vergewaltigt worden sein soll, berichtete Ö1. Die Vorwürfe seien nicht verjährt und würden sich gegen zum Teil hochrangige Angehörige und Mitarbeiter des katholischen Ordens der Schulbrüder in Wien-Strebersdorf richten, berichtete Ö1 weiter.
In der Sachverhaltsdarstellung soll es um mutmaßlichen schweren sexuellen Missbrauch in zumindest einer Internatseinrichtung in den 1990er Jahren gehen.
Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte mittlerweile das Einlangen der ersten Missbrauchsanzeige. Wie viele Beschuldigte darin genannt werden oder wie genau die Vorwürfe lauten, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft noch nicht sagen.
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Weiteres mutmaßliches Opfer gemeldet
Allerdings wurde der Fall in den 1990er Jahren von der Staatsanwaltschaft bereits einmal untersucht - und eingestellt. Die damalige Untersuchungsrichterin ist auch heute noch überzeugt, dass die Vorwürfe erfunden sind.
Innerhalb der Klasnic-Kommission gibt es ebenfalls Zweifel, ob die von der Mutter erhobenen Vorwürfe zur Gänze stimmen.
Andererseits habe sich laut Ö1 zumindest ein weiteres mutmaßliches Missbrauchsopfer bei der Opferschutzanwältin Klasnic gemeldet und Vorwürfe gegen Schulbrüder erhoben.
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Erhebungen bereits einmal eingestellt
Erst vor wenigen Monaten waren laut Ö1 bei der Staatsanwaltschaft Wien wieder dieselben Vergewaltigungsvorwürfe angezeigt worden.
Nach einer Einvernahme der Mutter des mutmaßlichen Opfers wurden die Erhebungen aber eingestellt - mit dem Hinweis, die Vorfälle seien bereits einmal untersucht worden.
Abzuwarten bleibt nun, wie die Staatsanwaltschaft aufgrund der Anzeige der Klasnic-Kommission ermittelt.
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Leitung für Zentraleuropa in Strebersdorf
Die Geschichte des römisch-katholischen Ordens der Schulbrüder geht auf das Jahr 1857 zurück, als acht Brüder aus Deutschland nach Wien kamen und ihnen die Leitung des k.k. Waisenhauses in der Boltzmanngasse in Wien-Alsergrund übertragen wurde.
Aus den Schulen der Schulbrüder wurden in den 90er-Jahren die De La Salle Schulen, die in einem internationalen Netzwerk untereinander verbunden sind. Die Ordensleitung (das Provinzialat) der Kongregation der Brüder der Christlichen Schulen Provinz Zentraleuropa befindet sich in Strebersdorf.
2007 wurde das 150-jährige Wirken der Schulbrüder in Österreich gefeiert. Am Standort Wien Strebersdorf befindet sich nicht nur die Ordensleitung sondern auch ein Kindergarten, eine Volksschule, eine kooperative Mittelschule, ein Gymnasium und ein Gästehaus.
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Kommission verweist auf Schweigepflicht
Die Opferschutzanwaltschaft konnte das Einbringen einer Sachverhaltsdarstellung nicht bestätigen, dort berief man sich auf die selbst auferlegte Verschwiegenheitspflicht.
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Erzdiözese bestätigt Verdacht
Die Erzdiözese Wien hat am Dienstag den Verdachtsfall des sexuellen Missbrauchs aber bestätigt. Die Vorwürfe richten sich gegen einen Verantwortlichen der Schulbrüder. Dieser hat bereits vor Wochen alle seine kirchlichen Funktionen bis zur Klärung der Vorwürfe ruhend gestellt, teilte Generalvikar Franz Schuster mit.
Die Vorwürfe seien erstmals in den 90er Jahren artikuliert worden, jedoch hatte das zuständige Gericht damals das Verfahren eingestellt. Seitens der Erzdiözese wurden aber über die Ombudsstelle für die Opfer sexuellen Missbrauchs weiterhin Nachforschungen angestellt.
Nachdem sich Opfer auch bei der unabhängigen Opferschutzanwaltschaft gemeldet hatten und ernstzunehmende Vorwürfe vorbrachten, wurde seitens des Generalvikars im Einvernehmen mit dem zuständigen Ordensoberen nach den seit 2006 für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in der Erzdiözese Wien gültigen Regelungen gehandelt, so die Erzdiözese in einer Aussendung.
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"Alte" Vorwürfe zurückgewiesen. |
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Ordensbrüder schließen Übergriffe aus
Der Orden der Schulbrüder in Wien-Strebersdorf hat Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs zurückgewiesen. "Sexuelle Übergriffe kann ich mit absoluter Sicherheit ausschließen", erklärte Bruder Paul Kaiser, einer der Beschuldigten in einem Fall in den 90er Jahren.
Dieser Vorwurf sei damals überprüft und die Unschuld der Beschuldigten bestätigt worden, betonten die Ordensbrüder bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.
Die Ordensbrüder haben von der Anzeige der Klasnic-Kommission Dienstag früh aus den Medien erfahren. Die Unterlagen zur Sachverhaltsdarstellung habe man noch nicht bekommen, hieß es. Provinzial Johann Gassner geht aber davon aus, dass es sich bei den Vorwürfen um jene aus den 90er Jahren handelt. Selbstverständlich arbeite man mit der Staatsanwaltschaft zusammen.
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ORF.at; 6.7.10
Die Erzdiözese Wien hat den Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch in einem Internat der Schulbrüder in Wien bestätigt. Mehrere Opfer hätten sich gemeldet und schwere Vorwürfe erhoben.
Einer der Verantwortlichen der Schulbrüder, gegen den sich der Verdacht richtet, legte alle seine Funktionen vorübergehend nieder. Der Orden appellierte, Fairness zu üben, und kritisierte indirekt die von Kardinal Schönborn eingesetzte Opferschutzbeauftragte Klasnic.
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oe1.ORF.at; 6.7.10
Der Fall wurde schon in den 1990er-Jahren von der Staatsanwaltschaft untersucht und eingestellt. Die damalige Untersuchungsrichterin sprach von einer "erfundenen Geschichte".
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wien.ORF.at; 25.6.10
Die Opferanwaltschaft zu den Missbrauchsfällen in der Kirche hat ihr Modell für Entschädigungen vorgestellt. Die Zahlungen sollen bis zu 25.000 Euro betragen. Ablehnung kommt von der Plattform "Betroffene Kirchlicher Gewalt".
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