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JUSTIZ |
28.07.2010 |
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Arzt brach bei Patienten ein: Drei Jahre Haft
Weil er in die Wohnungen seiner Patienten eingebrochen hat, ist heute ein Arzt zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann zeigte sich vor Gericht voll geständig. Das Motiv war Spielsucht.
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Spielsucht seit Studienzeit
Schmuck, Goldbarren, Bargeld, Bankomatkarten samt Codes und Münzensammlungen zählten zur Beute des verheirateten, zweifachen Familienvaters. Laut Anklage soll der Mediziner in 27 Wohnungen eingedrungen sein und dabei Beute in der Höhe von mehreren zehntausend Euro gemacht haben.
Vor Gericht zeigte sich in nahezu allen Fällen voll geständig. "Ich habe schon in meiner Studienzeit gespielt, die Einsätze wurden dann immer höher", sagte der Mann vor Gericht. Er habe eben so lange weitergemacht, bis er geschnappt wurde.
Sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel. Das Urteil ist somit rechtskräftig.
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Mit Brecheisen unterwegs. |
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Von Sohn eines Opfers überrascht
Der 38-Jährige ist bei seinen Taten immer nach dem gleichen Muster vorgegangen. Sobald er wusste, dass er von den Opfern nicht überrascht werden konnte, hat er die Wohnungen mit einem Brecheisen aufgebrochen und ausgeräumt.
Bei seinem letzten Coup in Neubau im Februar wurde er allerdings überrascht und auf frischer Tat ertappt. Als er am frühen Nachmittag die Wohnung einer Spitalspatientin in der Zieglergasse betrat, tauchte plötzlich deren Sohn auf.
Der Mann hielt den Mediziner bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Arzt wurde mittlerweile von seinem Arbeitgeber, dem Wilhelminenspital, entlassen.
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