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CHRONIK |
29.07.2010 |
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Madenbefall: Freundin völlig überfordert
Der Fall eines von Maden angefressenen bettlägerigen Wieners beschäftigt weiter die Ermittler. Seine Freundin war mit der Pflege völlig überfordert. "Es tut mir leid, dass es so weit gekommen ist", sagte sie bei der Einvernahme.
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Mann wollte sich nicht pflegen lassen
Der 34-Jährigen tue es leid, dass ihr Lebensgefährte tot sei. Das sei nie ihre Absicht gewesen, sagte sie gegenüber der Polizei. Sie gab jedoch zu, mit der Situation völlig überfordert gewesen zu sein.
"Der 61-Jährige hatte ihrer Aussage zufolge Stimmungsschwankungen und wollte sich nicht pflegen lassen", so Polizeisprecherin Iris Seper. Er habe etwa das Waschen und Wechseln der Bettwäsche ständig verschoben.
"Die Hausärztin hat ihr vor ihrem Urlaub gesagt, dass sie ihn besser pflegen muss, doch der Pensionist wollte das nicht", sagte Seper.
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Fliegen auf Hitze zurückgeführt. |
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Nichts von Maden bemerkt
Die 34-Jährige habe zwar bemerkt, dass in der Wohnung in den vergangenen Wochen mehr Fliegen waren, aber sie führte das auf die herrschende Hitze zurück. Von dem Madenbefall ihres Lebensgefährten will die Frau nichts bemerkt haben.
Die Bettwäsche hatte sie zuletzt vor drei Wochen gewechselt. Als sie ihren Freund vor zwei Tagen gewaschen hatte, seien ihr keine Fliegenmaden aufgefallen. Die 34-Jährige gab an, dass sie den üblen Geruch in der Wohnung nicht bemerkt habe, weil das Paar in den Räumlichkeiten geraucht habe.
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Heimhilfe abgelehnt
Seit einem Schlaganfall vor fünf Jahren war der 61-Jährige halbseitig gelähmt und bettlägerig. Der Sohn des Mannes und auch eine praktische Ärztin waren bei 61-Jährigen und seiner 34-jährigen Freundin regelmäßig zu Besuch. Sie sollen angeregt haben, eine Heimhilfe zu organisieren. Das Paar lehnte das aber laut Polizei vehement ab.
Zuletzt kamen der Sohn und die Ärztin vor zwei Wochen, von den Madenbefall wollen auch sie nichts bemerkt haben. Laut Gerichtsmedizin sei das durchaus möglich, da diese Maden sich sehr kurzfristig und schnell entwickeln.
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wien.ORF.at; 28.7.10
Der 61-Jährige ist kurz nach dem Eintreffen der Rettung am Dienstag an einem Herz-Kreislaufversagen gestorben.
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Freundin weiter in Haft
Die 34-jährige Freundin des Opfers bleibt weiter in Haft. Der Vorwurf lautet auf Vernachlässigung und unterlassene Hilfeleistung.
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steiermark.ORF.at; 29.7.10
Von der Grazer Gerichtsmedizin hieß es zu dem Fall, dass der Tod des 61-Jährigen jedenfalls nicht von den Maden verursacht worden sei.
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