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MO | 13.02.2012
Schatten der Gitterstäbe
CHRONIK
Studenten zündeten Mistkübel an: U-Haft
Vier Kunststudenten befinden sich derzeit in U-Haft, weil sie beim AMS in Wien-Margareten zwei Mistkübel angezündet haben. Laut Staatsanwalt wurde ein Brandbeschleuniger verwendet, sie spricht daher von einem Brandanschlag.
Brandbeschleuniger in Wohnung
Die vier Studenten haben laut Staatsanwaltschaft am 27. Juni die Mistkübel mit Brandbeschleuniger versetzt und offenbar einen Brandanschlag auf das AMS verüben wollen. "Der Sachschaden beträgt 100.000 Euro", verteidigte Staatsanwaltschaftssprecherin Michaela Schnell die U-Haft.

Bei den Hausdurchsuchungen sei auch weiterer Brandbeschleuniger gefunden worden. Insgesamt sind vier Personen in U-Haft.
Wohnungen angeblich bei Durchsuchungen verwüstet.
Protest von Professoren
Professoren und Studenten der Akademie der bildenden Künste protestierten dennoch mit einem offenen Brief gegen das Vorgehen von Polizei und Justiz in diesem Fall.

"Wir verurteilen die Brutalität bei den Hausdurchsuchungen: Die betreffenden Wohnungen wurden von der Polizei regelrecht verwüstet, Türen eingetreten, Arbeitsmaterialien auch von nicht beschuldigten Personen entwendet und beschlagnahmt", hieß es darin.

Die mehr als dreiwöchige U-Haft sei zudem eine völlig unverhältnismäßige Maßnahme". Gefordert wurde "die sofortige Freilassung unserer Kolleginnen und Kollegen aus der Untersuchungshaft".
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