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MI | 11.04.2012
Meinl Bank-Schild
FINANZEN
Meinl-Vergleich, Teil 3: Geld für 600 Anleger
Nach Einigungen mit Mandanten einer Grazer Anwaltskanzlei und der Arbeiterkammer will sich die Meinl Bank mit einer dritten Gruppe von Ex-MEL-Kleinanlegern einigen. Diesmal geht es um Mandanten von Anwalt Günter Niebauer.
Bank will sich Geld von Finanzdienstleistern holen.
3,2 Mio. Euro sollen fließen
Es sollen rund 3,2 Mio. Euro fließen, hieß es bei der Bank. Das Geld sollen 600 Kleinanleger bekommen, die mit Papieren der ehemaligen Meinl European Land (MEL, heute Atrium) Geld verloren haben. Wer das Angebot annimmt, bekommt ein Drittel des Kursverlusts ausgeglichen. Im Gegenzug müssen aber alle Ansprüche an die Meinl Bank abgetreten werden.

Die Bank ihrerseits will sich das Geld wiederum von unabhängigen Finanzdienstleistern holen. "Wenn Fehlberatung stattgefunden hat, wird man diese Ansprüche geltend machen", wird ein Bank-Sprecher in der APA zitiert.
Einigung mit drei Anlegergruppen
Insgesamt will die Meinl Bank somit mehr als 18 Millionen Euro für Entschädigungen bereitstellen. Anfang August hatte die Bank ähnliche Einigungen mit der Arbeiterkammer und einer Grazer Anwaltskanzlei bekanntgegeben. Davon betroffen sind 5.000 beziehungsweise rund 500 Anleger.

Angeblich soll die Meinl Bank darauf pochen, dass sich auch die MEL-Nachfolgefirma Atrium an den Vergleichszahlungen beteiligt. Atrium hat aber in der vergangenen Woche eine Milliardenklage gegen Julius Meinl V. und frühere MEL-Manager eingebracht. Gegen Atrium selbst läuft seit vier Wochen ein Strafverfahren der Wiener Staatsanwaltschaft.
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