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CHRONIK |
27.08.2010 |
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Prostituiertenmord: Frau starb durch Herzstich
Eine junge Frau ist Freitagfrüh in Rudolfsheim-Fünfhaus ermordet aufgefunden worden. Mittlerweile schließt die Polizei Zusammenhänge mit den Prostituiertenmorden in NÖ aus. Die 22-Jährige starb durch einen Stich ins Herz.
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Von der Tatwaffe fehlt jede Spur. |
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In Wohnung mehrere Brandherde gelegt
Zwei Bekannte der 22-jährigen Slowakin fanden die Frau gegen 1.00 Uhr blutüberströmt in ihrer Wohnung. Sie alarmierten die Rettung. Für die Frau kam aber jede Hilfe zu spät.
Die Frau kam durch einen Stich ins Herz ums Leben. Um die Spuren zu verwischen, hatten der oder die Täter in der Wohnung mehrere Brandherde gelegt, es kam allerdings nur zu Rauchentwicklung und leichtem Glosen. Die Tote selbst wurde nicht angezündet.
Der Gerichtsmediziner geht davon aus, dass der Mord in den vergangenen 24 Stunden, frühestens in der Nacht auf Donnerstag, geschehen sein muss. Durch die Obduktion erhofft man sich auch mehr Information über die Mordwaffe. Die Tatwaffe, ein Messer, konnte bisher nicht sichergestellt werden.
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Opfer war als Prostituierte gemeldet
Die Slowakin war in Wien ganz offiziell als Prostituierte gemeldet und dürfte laut Polizei in der Wohnung, in der sie ermordet wurde, ihre Kunden empfangen haben. Ihre Eingangstür war unversperrt, sodass die beiden Männer die Frau tot in den Räumlichkeiten finden konnten.
Der 21- und der 22-jährige Wiener gaben an, mit der Slowakin befreundet gewesen zu sein. Sie hätten diese um 1.00 Uhr besuchen wollen. Mit der Tat sollen die beiden nichts zu tun haben, so die Polizei.
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Parallelen zu Prostituiertenmorden
Die seit Monaten um sich greifende Angst vor einem Serientäter bekam mit dieser Bluttat neue Nahrung: Oberstleutnant Gerhard Haimeder sprach zunächst von Ähnlichkeiten, aber auch einigen Unterschieden zu den 2007 und 2010 in Niederösterreich verübten Taten, bei denen zwei Prostituierte ermordet und angezündet worden waren.
Bei weiteren Ermittlungen schlossen die Kriminalisten jedoch aufgrund des Tathergangs jeglichen Zusammenhang aus.
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Meiste Opfern sind Prostituierte
Fünf bis dato ungeklärte Frauenmorde gibt es derzeit in Österreich. Die Leichen wurden - nackt bzw. nur teilweise bekleidet - meist an entlegenen Stellen angezündet. Zwei im Weinviertel in Niederösterreich gefundene Opfer waren in Wien als Prostituierte tätig gewesen und vermutlich in Wien getötet worden.
Bei den zwei weiteren Mordopfern in der Steiermark und in Kärnten ist die Identität bis dato nicht geklärt.
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Chronologie
9. Jänner 2005: Eine halb verbrannte Frauenleiche wurde in der Steiermark an der Südautobahn (A2) im Gemeindegebiet von Pirka entdeckt. Die Identität der 23 bis 28 Jahre alten Frau ist bis heute ungeklärt.
6. August 2007: Radfahrer entdeckten an einer aufgelassen Bahnstrecke in Asparn an der Zaya eine unbekleidete Leiche, deren Hände im Bereich der Handgelenke abgetrennt waren. Am Fundort wurde die Frau angezündet. Es handelte sich um eine 23-Jährige, in Wien als Prostituierte registrierte Tschechin.
4. Oktober 2008: In Kärnten wurde in der Nacht in einem Waldstück bei Völkermarkt eine nackte weibliche Leiche gefunden. Die junge Frau wurde mit vier Schüssen aus einer Pistole getötet, der oder die Täter versuchten auch, die Tote mit Hilfe von Benzin anzuzünden, was wegen starken Regens weitestgehend misslang.
Ein gravierender Unterschied bei den beiden Fällen steht aber schon fest: Das bis heute nicht identifizierte Opfer in Kärnten ist am Fundort getötet worden.
30. Mai 2010: Nur knapp 25 Kilometer von Asparn entfernt fanden Arbeiter auf einem Güterweg bei Hohenruppersdorf eine nackte, halb verbrannte Tote. Todesursache: Schädel-Hirn-Trauma, erlitten durch drei wuchtige Schläge mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf. Das Opfer dürfte bis zu 24 Stunden vor dem Auffinden getötet worden sein, ehe es im Weinviertel abgelegt, mit Benzin überschüttet und angezündet wurde. Die 24-jährige Bulgarin war seit zwei Jahren als Prostituierte beim Westbahnhof in Wien tätig.
27. August 2010: Eine 22-jährige slowakische Prostituierte wurde in einer Wiener Wohnung in der Gebrüder Lang Gasse 15 in Rudolfsheim-Fünfhaus von zwei Bekannten tot aufgefunden. Sie wies mehrere Stich- und Schnittverletzungen auf, nach dem Mord wurde in der Wohnung an mehreren Stellen Feuer gelegt.
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wien.ORF.at; 23.7.10
Eine beim Bundeskriminalamt (BK) angesiedelte Arbeitsgemeinschaft wurde zuletzt gegründet. Sie soll die Aufklärung der Frauenmorde in mehreren Bundesländern koordinieren.
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