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MO | 13.02.2012
AKH außen (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
Grüne schalten Kontrollamt bei AKH ein
Wegen der Arbeitssituation der Hebammen im AKH wollen die Wiener Grünen nun das Kontrollamt einschalten. Das AKH verweist darauf, dass es nie eine Gefährdung von Patientinnen gegeben habe.
19 Hebammen werden bereits durch einen Anwalt vertreten.
Pilz: Hebammen werden im Stich gelassen
Für die grüne Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz hat die zuständige Stadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) bisher keine Lösungsvorschläge zur Situation der Hebammen präsentiert. Deswegen werden die Grünen das Kontrollamt einschalten.

Dem Spitalmanagement warf Pilz vor, die Hebammen im Stich zu lassen. In den betroffenen Bereichen herrsche Führungsschwäche. Zudem sei es für Patientinnen unzumutbar, Sanitäranlagen mit hoch infektiösen Personen teilen zu müssen.

Der Anwalt Markus Essl vertritt mittlerweile 19 Hebammen: "Sie wollen nur, dass Normalzustand herrscht und der Dienstgeber seiner Fürsorgepflicht nachkommt", so Essl. Wegen massiver Unterbesetzung seien Mitarbeiterinnen zum Teil krank im Dienst erschienen, Urlaub hätte nicht abgebaut werden dürfen.
AKH: Geburtshilfe auf höchstem Niveau
Der Chef des Wiener AKH, Reinhard Krepler, betonte, dass alle Anregungen im Rahmen des Qualitätsmanagements sofort bearbeitet würden. Eine Gefährdung für Patientinnen wäre nie gegeben gewesen.

Vorwürfe über mangelnde Qualität im Bereich von Geburtshilfe bzw. Neonatologie könne er, Krepler, nicht nachvollziehen: "Die Leiter der Geburtshilfe und ihre Teams erbringen im internationalen Vergeich Leistungen auf höchstem Niveau."

Maßnahmen zur Erweiterung der Kapazitäten sind laut Krepler bereits in die Wege geleitet worden. Das sei notwendig, weil immer mehr mehr sehr kleine Frühgeborene erfolgreich behandelt werden können. Dafür wäre eine höhere Bettenkapazität erforderlich.

Bei der Zahl der Hebammen von insgesamt 35 (inklusive Leitungsfunktionen), davon 23 im Kreißsaal tätig, liege man im Vergleich zu ähnlichen Kliniken im mittleren Bereich, werde ihre Zahl aber im Bedarfsfall erhöhen. Weiters werde der Dienstposten einer Oberhebamme geschaffen.
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