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DI | 14.02.2012
Bürgermeister Michael Häupl bei SPÖ-Wahlkampfauftakt Stadthalle (Bild: ORF)
WIEN-WAHL 2010
SPÖ startet ihren Intensivwahlkampf
Vor rund 7.000 Besuchern gab die SPÖ Wien in der Stadthalle den Startschuss für ihren Intensivwahlkampf. Bürgermeister Michael Häupl wurde von Bundeskanzler Werner Faymann und dem Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe unterstützt.
Arbeitsmarkt einer der Wahlkampfschwerpunkte
Häupl: Entscheidung für Zukunft
Der Wahlslogan "Wer Häupl als Bürgermeister will, muss ihn auch wählen" wurde in der Stadthalle per Videoleinwand präsentiert, die Kampagne der SPÖ orientiert sich an den Leitlinien Bildung, Arbeitsplätze, Sicherheit, Lebensqualität und Zusammenleben.

Bürgermeister Michael Häupl bezeichnete in seiner Rede die Wahl auch als eine "Entscheidung für unsere Stadt". Dabei gehe es nicht nur um die Entscheidung für eine Person oder eine Partei, sondern "es geht um die Werte und die Haltung in unserer Stadt. Es geht um eine Entscheidung zwischen Zukunft und Vergangenheit!"

Einer der Schwerpunkte im Wahlkampf werde der Arbeitsmarkt. "Für uns ist der Arbeitsmarkt erst in Ordnung, wenn junge Menschen wieder Ausbildung und Zukunftschancen haben! Das ist nicht nur wichtig für den sozialen Zusammenhalt, das hat auch mit der Erhaltung und der Verteidigung der Demokratie zu tun", meinte Häupl.
"Strache rassistisch und fremdenfeindlich"
Bürgermeister Michael Häupl reagierte in seiner Rede auch auf den Wahlkampfauftakt des FPÖ-Spitzenkandidaten Heinz-Christian Strache:

"Strache will Bürgermeister werden mit einem Programm, das sich im Wesentlichen auf wenige Begriffe reduzieren lässt - rassistisch, fremdenfeindlich, aufhetzerisch, die Gesellschaft spaltend, den Wohlstand senkend", meinte Häupl.

Die politische Aufgabe der SPÖ sei es, Ängste zu nehmen. Man müsse mit den Leuten diskutieren und dann handeln. Häupl forderte Rücksichtnahme ein. Was die "Truppe von Herrn Strache" tue, sei das Gegenteil.

Sie nehme Ängste auf und schüre diese: "Das ist, wie wenn ein Feuerwehrmann kommt und Benzin ins Feuer schüttet." Im Übrigen sei fraglich, ob Strache nicht als "Islamist" zu bezeichnen sei. Denn laut Lexikon missbrauche ein solcher die Religion für politische Zwecke.
Bürgermeister Michael Häupl bei Wahlkampfauftakt SPÖ (Bild: APA/Herbert Neubauer)
Bertrand Delanoe und Werner Faymann (Bild: SPÖ Wien/Andreas Urban) Delanoe und Faymann bei Wahlkampfauftakt
Unterstützt wurde Häupl auch vom Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoe, der Wien und Häupl pathetisch beschrieb: "Diese Stadt wird auf der ganzen Welt geschätzt und geliebt, weil sie diesen großartigen Bürgermeister hat." Er vertraue für die Wahl auf das Charisma seines Freundes und Amtskollegen Michael Häupl.

Auch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) setzte auf Emotionen. In Wien zähle der Respekt im Umgang mit den Menschen: "Das, liebe Freunde, hat Namen und Adresse." Und zwar seien das Häupl und die SPÖ.

"Deshalb ist dieser Wahlkampf einer der entscheidendsten Wahlkämpfe", schwor Faymann die Anwesenden ein. Wien sei bei der Lebensqualität, beim Kampf gegen die Armut, beim Umweltschutz und den Arbeitsplätzen ein Vorbild für Europa. Das Gleiche gelte für die Integration: "Deshalb haben die Hetzer in dieser Stadt keinen Platz."
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