Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Arzt macht Notizen (Bild: Fotolia/Franz Pfluegl)
GESUNDHEIT
Ärztekammer: Politiker sollen Farbe bekennen
Den Wahlkampf für die Wien-Wahl will auch die Wiener Ärztekammer für ihre Anliegen nützen. In Podiumsdiskussionen mit den Spitzenkandidaten werden deren Positionen in der Gesundheitspolitik analysiert.
Die Ärztekammer formuliert zahlreiche Forderungen und Wünsche an die Politiker,
Entschuldung der Krankenkasse
Die Forderungen der Ärztekammer reichen vom Abbau der Bürokratie in den Spitälern bis zur Verlegung von Ärzte-Planstellen in bevölkerungsreiche Bezirke. Im niedergelassenen Bereich schlagen derzeit besonders die Finanzsorgen - speziell der Wiener Gebietskrankenkasse - zu Buche

Vehement werden Maßnahmen im Bereich der Kinder- und Jugendpsychatrie gefordert, diese sei nicht existent, hieß es von der Ärztekammer.
Für ein Stadtärzte-Modell
Eine bessere und menschlichere Betreuung der Patienten verspricht sich die Ärztekammer von einem Stadtärzte-Modell. Bei diesem sollte laut Vizepräsident Johannes Steinhart der Arzt des Vertrauens der erste Ansprechpartner des Patienten sein. Damit könnten Mehrfachuntersuchungen vermieden werden, und letztlich auch die Arbeit im Spital reduziert werden.

Die Politik müsse auch endlich anerkennen, dass die Menschen nicht durch Behandlungsschemata, sondern durch menschliches Engagement des Arztes gesund würden, so Steinhart.
Arbeitszeit von Spitalsärzten reduzieren
Bei den angestellten Ärzten forderte Gebietskrankenkasse-Vizepräsident Thomas Szekeresz eine Entlastung von den administrativen Tätigkeiten. Denn diese machen in den Spitälern bereits 34 Prozent der Arbeitszeit der Mediziner aus. Auch die viel zu langen Arbeitszeiten gelte es zu reduzieren.

Szekeresz: "Die durchschnittliche Arbeitszeit eines Wiener Spitalsarztes liegt bei 56 Stunden." Im Rahmen besonders intensiver Dienste könne das bereits zu Problemen führen.
Folder liegen in Ordinationen auf.
Zehn gesundheitspolitische Fragen
"Wir verlangen, dass man Farbe bekennt und seine Ideen und Versprechungen niederlegt." betonte Wiens Ärztekammerpräsident Walter Dorner. Die Ärztekammer hat dazu zehn gesundheitspolitische Fragen an die wahlwerbenden Parteien gestellt.

Die Antworten sind in einem Folder enthalten, der über die Ordinationen verteilt wird..
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