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MO | 13.02.2012
Spurensicherung am Tatort (Bild: APA/HERBERT NEUBAUER)
CHRONIK
20-Jähriger gesteht Prostituiertenmord
Ein 20-jähriger Lehrling hat den Mord an einer Prostituierten in Rudolfsheim-Fünfhaus gestanden. Das Tatmotiv war Streit um Geld, der Täter wurde durch eine fingierte Anzeige gefunden.
Fingierter Überfall sollte ablenken.
Opfer über Begleitagentur kennengelernt
Kurz nach dem Mord hatte der 20-Jährige einen angeblichen Überfall auf ihn bei der Polizei angezeigt. So wollte er eine Verletzung, die er bei der Tat erlitten hatte, verschleiern.

Bei der Anzeige schilderte der Mann allerdings das Messer, mit dem der Mord verübt wurde, ganz genau. Diese genaue Beschreibung war für die Polizei ein wesentliches Indiz, dann wurde dem 20-Jährigen auch ein Fingerabdruck in der Wohnung zugeordnet.

Der Mann hatte das Opfer vor drei Monaten über eine Begleitagentur kennengelernt. Bis zum Tatzeitpunkt soll er die Prostituierte laut Polizei zwei- bis dreimal getroffen haben. "Er hat das Mordopfer verehrt", meinte einer der Leiter der Ermittlungsgruppe.

An dem besagten Nachmittag soll die 22-Jährige den Lehrling angerufen und zu sich bestellt haben. Sie wollte sich, wie schon zuvor, Geld borgen, das sie für die Anschaffung einer neuen Wohnung benötigte. Die folgende Auseinandersetzung eskalierte, der 20-Jährige stach zu. Er gestand die Tat.
Nach dem Mord wurde Feuer gelegt
Die 22-jährige Frau war Ende August in ihrer Wohnung in der Gebrüder-Lang-Gasse erstochen aufgefunden worden. Der Körper wies mehrere Stich- und Schnittverletzungen auf.

Nach dem Mord wurde in der Wohnung an mehreren Stellen Feuer gelegt. Gefunden wurde die Tote von zwei Bekannten, die sie besuchen wollten.

Die Frau war legal als Prostituierte gemeldet und dürfte in den Räumlichkeiten ihrer Tätigkeit nachgegangen sein.
41-jähriger Verdächtiger wieder frei
Wenige Tage nach dem Mord hatte die Polizei einen 41-jährigen Mann festgenommen. Dieser soll Bekannter und Kunde des Opfers gewesen sein.

Die Polizei vermutete einen Streit um Geld, das sich die 22-Jährige von dem Mann ausgeborgt haben soll. Nach der Auswertung von Handydaten wurde der 41-Jährige in Haft genommen. Er wurde am Mittwoch wieder auf freien Fuß gesetzt.
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