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JUSTIZ |
09.09.2010 |
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Polizist angeschossen: 13 Jahre Haft
Der 33-jährige Mann, der am 12. Jänner in Wien-Ottakring auf einen Polizisten geschossen haben soll, ist heute wegen Mordversuchs zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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Auch Schadenersatz zugesprochen
Der Angeklagte wurde einstimmig wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. Zudem sprach das Schwurgericht dem Beamten Schadenersatz und Schmerzensgeld in der Höhe von 15.800 Euro zu.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidiger Alexander Philipp bat um Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab.
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Nach Verfolgungsjagd von Polizisten gestellt
"Ich bekenne mich schuldig, dass ich den Polizisten verletzt habe. Aber ich bin kein Mörder", betonte der 33-Jährige zuvor im Gericht. "Wer so etwas macht, will sein Gegenüber nicht bloß erschrecken. Er wollte ihn töten. Es war ihm vollkommen egal, was sich ihm in den Weg stellt", meinte dagegen der Staatsanwalt.
Gegen den 33-Jährigen war im Vorjahr ein unbefristetes Aufenthaltsverbot erlassen worden, er war Anfang Jänner aus der Schubhaft geflohen. Der Vorfall am 12. Jänner 2010 hatte begonnen, als der Angeklagte am Gürtel bei Gelb über eine Ampel gefahren und danach falsch abgebogen war. Eine Funkstreife nahm die Verfolgung auf.
Dann stellte der Flüchtige sein Fahrzeug ab und wollte zu Fuß entkommen. Ein 27-jähriger Polizist konnte ihn stellen, verwechselte aber den Gegenstand, den der 33-Jährige in der Hand hielt, mit einem Plastikrohr. Im Glauben, von seinem Gegenüber gehe keine Gefahr aus, steckte er seine Dienstpistole zurück - dann drückte der 33-Jährige ab.
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Der Polizist lag zehn Tage im künstlichen Tiefschlaf. |
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Projektil noch im Körper des Opfers
"Es erfasste mich Panik. Da bin ich aufgestanden und habe auf die Beine gezielt, damit ich dann flüchten kann. Ich hatte nur die eine Möglichkeit, ihn zu verletzen und zu flüchten", schilderte der Angeklagte.
Der Beamte wurde zunächst im Knie getroffen. Ein zweiter Schuss ging in ein abgestelltes Auto. Als der getroffene Polizist zusammensackte, traf ihn ein weiteres Projektil in der Schulter, das die Lunge beschädigte und zwischen dem zehnten und elften Brustwirbel steckenblieb.
"Er hatte eine Legion von Schutzengeln, dass er mit dem Leben davongekommen ist", erklärte der Rechtsvertreter des Polizisten. Der Polizist musste notoperiert werden und wurde danach zehn Tage in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt. Das Projektil befindet sich noch immer in seinem Körper, so dass Spätfolgen nicht ausgeschlossen werden können.
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wien.ORF.at; 30.1.10
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