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KULTUR |
10.09.2010 |
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Erste "Ghettoblaster-Party" in Wien
Wien darf sich über eine neue Kunstveranstaltung freuen: Am Wochenende vom 17. bis zum 19. September findet erstmals das "Vienna Gallery Weekend" statt - unter anderem mit einer "Ghettoblaster-Party".
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Neben Ausstellungen auch Fachgespräche und Performances. |
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Gäste können "Tapes" mitbringen
Initiiert wurde das Projekt vom Verband österreichischer Galerien moderner Kunst. Neben den Ausstellungen wird es auch eine Reihe von Führungen, Fachgesprächen und Performances geben. Insgesamt beteiligen sich 29 Galerien.
An einigen Orten werden Künstler selbst durch ihre Ausstellungen führen, darüber hinaus findet etwa in der Galerie Michaela Stock neben der Schau "transient" von Patrick Baumüller und Viktors Svikis am Freitag (17.9.) von 16.00 bis 21.00 Uhr eine "Ghettoblaster-Party" statt.
Dabei wird ein kleiner Durchgang mit alten Ghettoblastern gefüllt, die mitgebrachte "Tapes" (Musikkassetten, Anm.) der Gäste sowie des Künstlers Baumüller abspielen werden. Getanzt werden darf natürlich auch, so Galerieleiterin Stock.
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9.000 Kinderrucksäcke an Hausmauer
In der Christine König Galerie wird mit "Hurt Feelings" die erste Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei in Österreich zu sehen sein. Der politisch aktive Künstler dokumentierte hierfür die Folgen seiner Arbeit "Remembering", für die er 9.000 Kinderrucksäcke an der Fassade des Münchner Hauses der Kunst befestigte.
Die Installation war eine Reaktion auf das Erdbebenunglück in der chinesischen Provinz Sichuan im Jahr 2008, bei dem Tausende Kinder ums Leben kamen. Die Aktion und Ai Weiweis Aufruf, das Unglück genauer zu untersuchen, brachten ihm und seinen Mitarbeitern Drohungen ein. Das Ausmaß der Reaktionen präsentiert er nun in Form von Fotos und Videos in Wien.
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Wandgemälde und Live-Performances
Der polnische Maler Adam Adach zeigt seine Arbeiten in der Galerie nächst St. Stephan.
Die Ausstellung "Go-Between" wird am Sonntag (19.9.) komplettiert von einem Gespräch des Künstlers mit der Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera, und dem Kurator der Kunstsammlung der Erste Group, Walter Seidl. Thema sollen die Zusammenhänge zwischen den Aspekten Identität, Religion und Weltgeschehen mit dem Schaffen Adachs sein.
Weitere Schauplätze des "Vienna Gallery Weekend" sind u.a. die Galerie Ernst Hilger, die mit "Spaces We Inhabit" Wandgemälde und Live-Performances des Künstlers Miha Strukelj präsentiert, sowie die Galerie Mezzanin. Zu sehen sind dort Werke des gebürtigen Innsbruckers Peter Kogler, der etwa zwei Wände mit Rattenmuster tapezieren wird.
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Eintritt ist frei
Die Auswahl der Galerien war "ein demokratischer Prozess", so Verbandspräsidentin Gabriele Senn gegenüber der APA. Da das "Weekend" in anderen Städten schon "zu einem Brand geworden ist", wollte man die Idee auch in Wien umsetzen.
Senn betonte, dass die Galerien ohne Subventionen auskommen müssen und die Veranstaltung den Fokus auf die Galerienarbeit richten soll. Der Eintritt ist - wie auch das restliche Jahr über - frei.
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