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MI | 11.04.2012
AKH innen (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
AKH: Aufträge werden extern vergeben
Nach der Korruptionsaffäre rund um einen Putzauftrag in Millionenhöhe hat am Dienstag die neue Reinigungsfirma ihre Arbeit aufgenommen. Alle Ausschreibungen werden laut Krankenhaus-Leitung vorerst nicht mehr selbst durchgeführt.
Seit November kommen die Reinigungskräfte von neuer Firma.
Fünf Anrufe bei Hotline
Die AKH-Leitung zog nach den zahlreichen Korruptionsvorwürfen Konsequenzen: Eine eigene Hotline wurde eingerichtet, fünf Anrufe sind bisher eingegangen. Laut AKH Chef Reinhard Krepler handelte es sich dabei um allgemeine Anfragen und keine konkreten Vorwürfe ein Vergabeverfahren betreffend.

Nur eine Beschwerde habe es per Fax gegeben. Diese im Vorjahr durchgeführte Vergabe sei zwar schon einmal vom Kontrollsenat überprüft und auch abgewiesen worden, man werde sich die Sache aber nun noch einmal anschauen, so Krepler.

Das AKH will vorerst jedenfalls alle anstehenden Vergaben an eine externe Firma abgeben. Konkret handelt es sich dabei laut Krepler um die Anschaffung von Krankenhausbetten und um die Ausschreibung einer Labordiagnosestraße mit mehreren Analysegeräten.
Staatsanwaltschaft ermittelt
Im konkreten Fall - die Vergabe des Reinigungsauftrages - ermittelt unterdessen sowohl die Korruptionsstaatsanwaltschaft als auch das Kontrollamt. Es geht um den Verdacht dass bei diesem Millionenauftrag eine Firma unrechtmäßig bevorzugt wurde.

Der Chef der unterlegenen Putzfirma soll von leitenden AKH-Mitarbeitern bedroht worden sein, im Falle eines Einspruchs nie wieder Aufträge zu erhalten.

Das Krankenhaus selbst will zudem stichprobenartig seit 2008 vergebene Aufträge von einem externen Prüfer unter die Lupe nehmen lassen.
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