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MI | 11.04.2012
Feuersalamander (Bild: Tiergarten Schönbrunn/Daniel Zupac)
UMWELT
Wien als Lebensraum für Salamander & Co.
Feuersalamander, Nachtpfauenauge oder Laubfrosch: Die Initiative "Netzwerk Natur" fördert und schützt mehr als achtzig Tier- und Pflanzenarten in Wien. Das Programm feiert nun sein zehnjähriges Bestehen.
"Netzwerk Natur" schützt bedrohte Wiener Tier- und Pflanzenarten.
Vom Segelfalter bis zum Zwerggeißklee
89 verschiedene Tier-und Pflanzenarten sowie zwölf Biotoptypen wurden in das Programm aufgenommen. Dazu gehören zum Beispiel Mittelspecht, Laubfrosch, Segelfalter, die Sibirische Schwertlilie und der Österreichische Zwerggeißklee.

Um diese zu erhalten und zu fördern hat die Wiener Umweltschutzabteilung (MA22) vor zehn Jahren das Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm "Netzwerk Natur" initiiert.

"Das Programm soll die Wiener auf die Natur in ihrer Stadt aufmerksam machen und vermitteln, dass Natur nicht nur in den großen Schutzgebieten, sondern auch auf der Gstettn, in Parks und auf Grünflächen im bebauten Stadtgebiet Platz hat", so Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der MA22.
Artenschutz per Gesetz verordnet
In der Wiener Naturschutzverordnung sind ausgewählte Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensraumtypen aufgelistet. Für diese seltenen Arten und Lebensräume besteht die gesetzliche Verpflichtung, erhaltende Maßnahmen zu setzen.
Ökoprojekt soll Friedhof beleben.
In den Weinbergen und am Friedhof
Um Natur in der Stadt zu schützen und erlebbar zu machen wurden in den vergangenen zehn Jahren über 170 Projekte umgesetzt.

In den Weinbergen Wiens, in denen die Smaragdeidechse und die Schlingnatter beheimatet sind, sollen mittels eines Projekts etwa Reptilien geschützt werden.

Am Friedhof Neustift am Walde in Währing wurden sieben spezielle Areale unter anderem für Feuersalamander, Nachtschmetterlinge und Springfrösche errichtet, um geeignete Rückzugsgebiete zu schaffen.
Raubtiere und Wildkräuter-Wiesen
Teil der Initiative ist auch der Tiergarten Schönbrunn. Auf seinem Gelände tummeln sich nicht nur exotische Tiere sondern auch seltene heimische Arten wie Dohlen, Wechselkröten oder Laubfrösche.

So kommt es zu den ungewöhnlichen Wohngemeinschaften von Raubtier, Vogel oder Amphibie. Bei Nachtführungen lässt sich mit viel Glück sogar das Nachtpfauenauge, Österreichs größter Nachtfalter, beobachten.

Aber auch an anderen Orten in Wien ist Arten- und Naturschutz möglich: So hat das "Netzwerk Natur" etwa auf dem grünen Mittel-Streifen des Gürtels zwischen Schönbrunner Straße und Arbeitergasse einige Wildkräuter-Wiesen geschaffen.
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