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CHRONIK |
04.12.2010 |
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Wagenplatz-Aktionstage in Wien
Seit rund vier Jahren ziehen "Wagenplatz"-Gruppen durch Wien. Zuletzt musste eine Gruppe im Oktober ihren Standplatz räumen. Bis Montag machen sie in Wien mit Aktionstagen auf sich und ihre Lebensform aufmerksam.
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Wagen-Expo vor der Staatsoper. |
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So lebt es sich in einem Lkw
Auch wenn sie noch keinen dauerhaften Platz gefunden haben, ihre Lebensform wollen sie nicht aufgeben. Am Samstag demonstrierten sie, wie es sich mit Hund und Huhn in einem umgebauten Lastwagen leben lässt. Vor dem Burgtheater stellten sie Interessierten sogar ihre mobile Sauna vor.
Ziel sei es, Einblicke in das Wagenleben zu geben und Menschen über die Motivationen, Vorteile und Kämpfe der Wagenplätze zu informieren, wie es auf der Wagenplatz-Homepage hieß.
Für Sonntag war ein großer dezentraler Aktionstag rund um das Rathaus geplant. Der Ort sei symbolisch gewählt und stehe für die "Mauern aus Ignoranz, die Vertreibungslogik und die Repression" gegenüber Menschen, "die nicht ins Stadtbild passen", hieß es weiter.
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Video zeigt Wagenplatz-Lkw
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Privatgrundstück in der Baumgasse am 21. Oktober geräumt. |
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Suche nach Standplatz nicht abgeschlossen
Die Gruppe zieht seit rund vier Jahren durch die Stadt. Die Menschen, die in bewohnbaren Lkws und Bussen leben, suchen einen dauerhaften Standplatz. Mittlerweile in zwei Gruppen aufgeteilt, leben die einen auf einem von der Stadt angemieteten Grundstück, die anderen wurden am 21. Oktober von einem Privatgrundstück in der Baumgasse vertrieben.
Zuletzt waren zwei Aktivisten der Wagenplatzgruppe bei der Eröffnung des Christkindlmarktes auf dem Rathausplatz aufgefallen, als sie das Dach einer Markthütte erklommen und lauthals "Mehr Wagenplätze, mehr Wagenplätze" forderten. Die Polizei beendete die Aktion binnen weniger Minuten.
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Die SPÖ signalisiert Gesprächsbereitschaft. |
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Grüne Unterstützung, blaue Ablehnung
Der zuständige Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) signalisiert Gesprächsbereitschaft. Politische Unterstützung kommt vor allem von den Grünen. "Grundsätzlich muss eine Stadt bemüht sein, die vielfältigen sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung zu erkennen und zu berücksichtigen", so Gemeinderätin Martina Wurzer.
Die FPÖ sprach hingegen von Berufsrandalierern. Sie befürchtet, dass die Wagenplatzgruppe nach der Räumung der Baumgasse in Wien-Landstraße ihren Standplatz nach Liesing verlegen könnte. Das würde sich auf das "Sicherheitsgefühl der betroffenen Anrainer nicht gerade positiv auswirken", so Gemeinderat Wolfgang Jung.
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wien.ORF.at
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Link:
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