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MI | 11.04.2012
Symbolbild "Rauchergesetz" (Bild: Fotolia.com/ martina)
CHRONIK
Nichtraucher gehen nun häufiger in Lokale
Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer sind drei Viertel der Befragten mit dem derzeit geltenden Nichtraucherschutz in Lokalen zufrieden. Nichtraucher gehen jetzt häufiger in Lokale, Raucher weniger.
Kein Lokal wegen Tabakgesetzes geschlossen.
Umsatzeinbußen in Bars und Diskotheken
Laut Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer, musste kein Lokal wegen des seit 1. Juli gültigen Tabakgesetzes schließen. Umsatzeinbußen gab es vor allem in Bars, Diskotheken und Beisln.

Etwa drei Viertel der Befragten bezeichneten die derzeit geltenden Bestimmungen als "zufriedenstellend" oder "eher zufriedenstellend". Für 21 Prozent sind die Maßnahmen dagegen "eher nicht zufriedenstellend" oder "gar nicht zufriedenstellend".
Raucher kommen seltener in Lokale
Etwa fünf Prozent der Nichtraucher gehen jetzt öfter in Lokale als vor Beginn des Tabakgesetzes, dagegen kommen 33 Prozent der befragten Raucher seltener in Lokale.

Eine deutliche Mehrheit ist gegen ein totales Rauchverbot in der Gastronomie. 67 Prozent der Befragten würden das "nicht vorziehen", 31 Prozent würden ein Rauchverbot in der Gastronomie präferieren.
Umwelthygieniker bezweifelt Daten
Der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger (MedUni Wien) bezweifelte die in der Umfrage erhobenen Daten massiv: "Das ist der übliche Versuch, durch Wiederholung manipulierter Umfrageergebnisse, die öffentliche Meinung zu beeinflussen, bis es die Öffentlichkeit glaubt."

Eine eigene mit fast 1.600 Probanden in Wiener Lokalen durchgeführte Umfrage sowie eine Umfrage der MedUni Graz hätten laut Neuberger zu ganz anderen Ergebnissen geführt.
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