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MI | 11.04.2012
Textblatt der Bundeshymne (Bild: APA/Günter R. Artinger)
KULTUR
"Töchter" in Bundeshymne erlaubt
Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat entschieden, dass es "Heimat bist du großer Söhne und Töchter" in der Bundeshymne heißen darf. Damit ist der Rechtsstreit über den vieldiskutierten Texteingriff endgültig beigelegt.
Unterlassungsklage eingebracht
Der Texteingriff, den die Sängerin Christina Stürmer in einem TV-Spot im Zuge einer Bildungsoffensive des Unterrichtsministeriums zum Besten gab, ließ die Wogen hochgehen. Die Erben der Autorin Paula von Preradovic sowie der Sessler-Verlag brachten eine Unterlassungsklage ein.

Sie blitzten damit aber bereits beim Wiener Oberlandesgericht (OLG) ab. Die Verwendung der Bundeshymne im Rahmen einer ministeriellen Kampagne zur Bildungsreform sei keine kommerzielle Verwendung zu Werbezwecken, hieß es damals.
OLG: "Keine Verstümmelung des Originals."
Textänderung zulässig
Vom Original abweichende Änderungen ohne Einwilligung des Urhebers hielt das OLG dann für zulässig, wenn diese "nach den im redlichen Verkehr geltenden Gewohnheiten und Gebräuchen durch die Art oder den Zweck der erlaubten Werknutzung gefordert werden".

Die abgeänderte Textzeile komme keiner Verstümmelung des Originals gleich, sondern stelle "eine zeitgemäße, die primären Adressaten der Kampagnen ansprechende abgewandelte Fassung" dar.

Dagegen legte der Sessler-Verlag Revisionsrekurs beim OGH ein, der nun zurückgewiesen wurde.
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