Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
MQ auf Facebook (Bild: Screenshot Facebook)
LIFESTYLE
Streit über Facebook-Seite des MQ
Im Februar 2009 hat Helmuth Lammer als Privatperson eine Facebook-Fanpage für das MuseumsQuartier (MQ) gegründet. Die Seite, die über 25.000 Fans zählt, wurde nun vom MQ übernommen - zum Missfallen des Gründers.
Lammer: "25.000 Fans bedeuten jahrelange Arbeit."
"Schnelle und günstige Fans"
"25.000 Fans bedeuten jahrelange Arbeit, darüber hinaus verfolgte meine Fanseite keine kommerziellen Zwecke. Das MuseumsQuartier kommt somit äußerst schnell und günstig an Tausende Fans", kritisierte Lammer in einer Aussendung.

Laut Lammer gab es auf der Fanpage "regelmäßig Informationen über Aktivitäten im MQ".

"Zahlreiche Freunde des MuseumsQuartier Wien traten der Seite bei im Glauben, es handle sich dabei um die offizielle Präsenz des MQ auf Facebook", hieß es in einer Aussendung des MuseumsQuartiers.
MQ nun Betreiber der Seite
"Nachdem das MQ mit immer mehr Anfragen bezüglich der Postings auf Herrn Lammers Facebook-Seite konfrontiert wurde, entschied man sich, die Fans in Zukunft persönlich auf Facebook anzusprechen und damit die Möglichkeit zu schaffen, deren Fragen auch direkt zu beantworten", hieß es in der Aussendung des MuseumsQuartiers weiter.

Das MQ habe deshalb mit Facebook Kontakt aufgenommen und "ist nun Betreiber der Seite", sagte MQ-Pressesprecherin Irene Preißler auf Anfrage von wien.ORF.at. Seit dem 1. April hat Lammer keinen Zugriff mehr auf seine MQ-Fanpage.
Lammer kritisiert Übernahme ohne Rücksprache mit ihm.
Gespräche laufen laut MQ noch
Lammer kritisierte, dass die Übernahme ohne Rücksprache mit ihm erfolgt sei. Laut Preißler war das zunächst nicht möglich, da Lammers Daten nicht bekannt gewesen seien und auch Facebook den Gründer nicht genannt habe.

Als der Kontakt dann hergestellt gewesen sei, habe Lammer eine "finanzielle Forderung als Abgeltung für die vorhandenen Fans" gestellt. "Leider konnten wir uns mit Herrn Lammer nicht zu seiner Zufriedenheit einigen, was seinen Unmut erklären dürfte", so Preißler. Die Gespräche würden aber noch laufen.

"Das brutale Übernehmen von usergenerierten Inhalten und Eingliedern in die eigene Marketingabteilung widerspricht der offenen Kultur in den Sozialen Netzwerken und wird von den Fans hoffentlich abgestraft, indem sie ihr 'Gefällt mir' entfernen", schrieb Lammer in einer Aussendung.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News