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MI | 11.04.2012
Autos auf der Tangente (Bild: ORF)
VERKEHR
A23: Riesenbaustelle gestartet
Die am stärksten befahrene Straße Österreichs wird generalsaniert: Wegen des Wetters hatte die ASFINAG den Beginn der Arbeiten auf der Südosttangente (A23) aber auf Dienstagabend verschoben.
Bauarbeiten dauern bis
Herbst 2012.
Teilweise Reduktion der Fahrspuren
In den kommenden zwei Jahren werden Baustellen das Bild der Südosttangente prägen. Konkret wird der als "Hanssonkurve" bekannte Teil samt Laaerberg-Tunnel erneuert. Der Abschnitt wurde zwischen 1970 und 1973 errichtet.

Laut ASFINAG beträgt das Verkehrsaufkommen im von der Sanierung betroffenen rund drei Kilometer langen Teilstück circa 145.000 Fahrzeuge pro Tag - darunter viele Lkw.

Für die Dauer der Arbeiten hat die ASFINAG ein umfangreiches Verkehrskonzept ausgearbeitet. Denn eine Sperre der wichtigen Verbindung ist nicht möglich. Es sollen sogar meist drei Fahrspuren pro Richtung aufrechterhalten werden. Wobei es hier Ausnahmen in der Nacht, in der die "Hauptbauleistung" erfolgen soll, sowie am Wochenende und in den Sommermonaten geben wird.
Sanierung A23 (Bild: ÖAMTC)
Auch Vorarbeiten für U1-Verlängerung
Neben der Erneuerung der Fahrbahndecke wird der Laaerberg-Tunnel brandschutztechnisch auf den letzten Stand der Technik gebracht. Überdies werden die Stützmauern im Bereich des Verteilerkreises Favoriten sowie die gesamte Fahrbahnbeleuchtung saniert.

Im Zuge der Arbeiten werden weiters Vorarbeiten für die zukünftige Verlängerung der U1 vorgenommen, die die Tangente unterirdisch queren wird. Zudem werden Brücken im Bereich der A23 renoviert.
Projekt verschlingt 59.000 Tonnen Beton
Die Eckdaten zum Projekt sind beachtlich: Insgesamt werden laut ASFINAG rund 59.000 Tonnen Beton und etwa 11.500 Tonnen Asphalt verarbeitet. Saniert werden weiters rund 2.500 Meter Beleuchtung und 2.500 Quadratmeter Brückenbauwerke. Die Gesamtkosten für die Arbeiten werden, so hieß es zuletzt, knapp 30 Mio. Euro betragen.
Zeitweise nur eine Fahrbahn.
Im Sommer nur vier Spuren befahrbar
Bereits ab Montag wird jene Verkehrsführung eingerichtet, die bis Sommer gilt. Geplant ist eine Verengung und Verschwenkung der insgesamt sechs Fahrspuren, nachts und an Wochenenden kann die Anzahl reduziert werden.

Während der Woche wird laut ÖAMTC ein Fahrstreifen in den Nächten von Montag bis Freitag, jeweils von 22.00 bis 5.00 Uhr, gesperrt. Bei Bedarf muss ab 23.00 Uhr auch mit der Sperre eines zweiten Fahrstreifens gerechnet werden. Diese Regelung gilt nach Informationen des ÖAMTC auch an den Wochenenden.

Im Sommer 2011 und 2012 wird es eine durchgängige Gegenverkehrsführung mit nur vier Spuren geben: Auf einer Richtungsfahrbahn werden drei Spuren eingerichtet, wobei aber eine in die Gegenrichtung führt. Auf der anderen Fahrbahn wird nur eine Spur zur Verfügung stehen.
Neue Anzeigetafeln der ASFINAG (Bild: ORF)
Neue Anzeigetafeln der ASFINAG.
ÖAMTC warnt vor Stau
Informationen über die Verkehrslage werden die Autofahrer an Ort und Stelle mittels neuer Anzeigentafeln erhalten. Bei Bedarf, also zum Beispiel bei Staugefahr, können Umfahrungsstrecken angezeigt werden.

Apropos Staus: Schwierigkeiten könnten vor allem die Verengung der Fahrbahnen und der teilweise Wegfall der Pannenstreifen bereiten. Denn bei Unfällen oder auch nur bei kleineren Pannen droht der Stillstand, befürchtet der ÖAMTC. Möglichkeiten zum Ausweichen gibt es einige: Vor allem die Südumfahrung S1 und die A4 werden empfohlen.
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