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MI | 11.04.2012
Trixi Schuba (Bild: Zenker & Co Public Relations)
SPORT
Trixi Schuba feiert 60. Geburtstag
Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Trixi Schuba hat am Freitag ihren 60. Geburtstag gefeiert. Schuba blieb dem Sport auch nach ihrer Goldmedaille treu und ist nach wie vor als Funktionärin und in der Nachwuchs-Förderung aktiv.
Erster Staatsmeistertitel für Trixi Schuba 1967.
Interesse für Eiskunstlauf durch Fernseher
Zum Eiskunstlauf war Trixi Schuba nur durch einen Zufall gekommen. 1955 hatten sich ihre Eltern einen Fernseher gekauft, weil sie Übertragungen der Wiedereröffnungen von Staatsoper und Burgtheater im TV anschauen wollten. Karten für die Aufführungen waren nicht zu bekommen.

Die damals vierjährige Trixi Schuba sah im neuen Fernseher einen Bericht über die englische Eiskunstlauf-Meisterschaft. "Ich war von der Übertragung so begeistert, dass ich den Eiskunstlaufsport zu meinem erklärten Ziel machte", erzählte Schuba später.

Das harte Training wurde 1967 erstmals belohnt, im Alter von 18 Jahren holte Schuba ihren ersten österreichischen Staatsmeistertitel. Sechs Mal in Folge konnte sie diesen Titel verteidigen. 1968 holte sie mit Silber bei der Europameisterschaft ihre erste internationale Medaille, 1971 und 1972 gewann Schuba jeweils die Europa- und die Weltmeisterschaften.
Trixi Schuba nach dem Gewinn der Goldmedaille bei den olympischen Spielen in Sapporo 1972 (Bild: PID/Österreichisches Sportjahrbuch 1971/72) Olympiasieg 1972 als Karriere-Höhepunkt
Den Höhepunkt ihrer Karriere feierte Trixi Schuba 1972 bei den olympischen Spielen in Sapporo. Als erste (und einzige) Österreicherin nach Herma Szabo 1924 gewann Schuba die Goldmedaille im Eiskunstlauf.

Ihren Erfolg verdankte sie ihrer großen Stärke im Pflichtprogramm. Schuba war eine derart starke Pflichtfigurenläuferin, dass sie mit einem großen Vorsprung zur Kür antreten konnte. Aufgrund der hohen Gewichtung der Pflichtfiguren konnte sie im Endresultat die vergleichsweise schwächeren Leistungen in der Kür ausgleichen.

1972 blieb Schubas Goldmedaille die einzige für Österreich. Favorit Karl Schranz war vor den Spielen in Sapporo ausgeschlossen worden, Annemarie Pröll hatte als hohe Favoritin in Abfahrt und Riesentorlauf nur die Silbermedaillen geholt.
Die Olympiasiegerinnen Trixi Schuba, Olga Scartezzini-Pall und Annemarie Moser-Pröll (Bild: APA/Herbert Pfarrhofer)
Trixi Schuba (links) mit Olga Scartezzini-Pall (Mitte) und Annemarie Moser-Pröll im Februar 2011
Star bei "Holiday on Ice"
Zwei Jahre später beendete Trixi Schuba ihre Amateur-Karriere und wurde für die amerikanische Eisrevue "Ice-Capades" engagiert. Später bereiste sie mit "Holiday on Ice" auf Tourneen die ganze Welt und wurde mit dem tschechischen Olympiasieger Ondrei Nepela einer der Stars der Show.

Sechs Jahre lang war Schuba für die Eisrevuen unterwegs, dann beendete sie auch diese Laufbahn. Sie stieg in ein großes Wiener Versichungsunternehmen ein, in dem sie auch heute noch tätig ist. An den beruflichen Ruhestand denkt sie noch nicht, "mir macht die Arbeit unverändert viel Spaß", erklärte Schuba in einem Interview.
Christian Oxonitsch und Trixi Schuba bei der Eistraum-Eröffnung 2011 (Bild: PID/Schaub-Walzer)
Engagement als Verbands-Präsidentin
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagierte sich Trixi Schuba auch weiterhin im österreichischen Eiskunstlaufsport.

Von 2002 bis 2006 war sie Präsidentin des österreichischen Verbands, als erste Frau in dieser Funktion kümmerte sie sich vor allem um den Eiskunstlauf-Nachwuchs. 2006 wurde sie in einer Generalversammlung eher überraschend abgewählt.

Seit 2010 ist Trixi Schuba Vizepräsidentin des Grazer EV. In Wien ist Schuba bei der Nachwuchsförderung aktiv, Tipps gab sie etwa beim Wiener Eistraum auf dem Rathausplatz.
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