Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Radfahrer in Wien (Bild: ORF)
CHRONIK
Radfahren in der Stadt soll sicherer werden
Mit einem Radverkehrsanteil von fünf Prozent hinkt Wien momentan noch im europäischen Vergleich hintenher. Die Radlobby Argus forderte nun mehr Sicherheitsmaßnahmen, um Radeln in Wien attraktiver zu machen.
Bessere Kennzeichnung gefordert
Kopenhagen dient Wien derzeit als großes Vorbild. 30 Prozent der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner benutzen dort bereits für kleine und größere Wege in der Stadt das Fahrrad.

Viele Menschen würden in Wien nicht das Rad benutzen, weil sie sich unsicher fühlen, zeigte sich die Radlobby Argus überzeugt. Einige Probleme wie etwa die Kennzeichnung von gemischten Geh- und Radwegen könnten aber entschärft werden.

Beim Ringradweg sind derzeit beispielsweise sowohl das Fußgänger- als auch das Radweg-Symbol blau-weiß gehalten. Damit seien sie nicht voneinander zu unterscheiden, das Unfallrisiko zwischen Radlern und Fußgängern sei hoch.
Radstreifen breiter machen
Eine weitere Kritik der Radlobby Argus betrifft die Breite der Radstreifen auf der Fahrbahn. Statt der derzeitigen 1,5 fordert man zumindest 1,7 Meter. Damit könnten Radfahrer besser vor aufgehenden Autotüren geschützt werden.

Zudem müssten die Bodenmarkierungen für Radwege regelmäßig nachgezeichnet werden.
Fühlen Sie sich auf den Wiener Radwegen sicher?
6.12 % Ja, eigentlich sehr.
44.1 % Es geht so, aufpassen muss man sowieso immer im Stadtverkehr.
49.79 % Nein, absolut nicht.
Neue Kennzeichnung nicht ausgeschlossen
Aus dem Büro der Grünen Verkehrstadträtin Maria Vassilakou hieß es, dass geänderte Kennzeichnungen vorstellbar seien. Was die Verbreiterung der Radstreifen angehe, sei man zwar bemüht, stoße aber immer wieder an die räumlichen Grenzen im Stadtgebiet.
Ganz Österreich
Wien News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News