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MI | 11.04.2012
Karl Habsburg  (Bild: APA/Schneider Harald/Jae)
LEUTE
Habsburg: Begräbnis "seit 12 Jahren geplant"
Karl, der älteste Sohn des verstorbenen Otto Habsburg-Lothringen, hat "seit zwölf Jahren an den Begräbnisfeierlichkeiten gearbeitet". Das sagte er gegenüber Ö3. Der Stephansdom sei "eigentlich zu klein".
Otto Habsburg 2008 im Parlament in Wien (Bild: APA/Robert Jäger) Sohn: "Zeremonie in Ungarn war ihm wichtig"
Sein Vater habe sich bei der Planung für seinen letzten Weg nicht eingemischt: "Ihm war es nur wichtig, dass es auch eine Zeremonie in Ungarn gibt, denn zu diesem Land hatte er ja eine enge Verbindung", sagte Karl Habsburg im Ö3-"Frühstück bei mir".

Die Herzurne von Otto Habsburg-Lothringen wird in Ungarn in der Benediktinerabtei Pannonhalma im engsten Familienkreis bestattet.

"Ich organisiere bereits seit zwölf Jahren an den Begräbnisfeierlichkeiten für meinen Vater. Er ist ja 98 Jahre alt geworden - da muss man sich eben zu einem vernünftigen Zeitpunkt damit auseinandersetzen, wie das Ganze ablaufen soll", so Karl Habsburg weiter.
Sohn: "Sitzordnung oder Sicherheitsfragen sind teilweise unklar".
300 Mitglieder der Familie angemeldet
Eine besondere Herausforderung war für Karl Habsburg das Protokoll: "Da es eine Privatveranstaltung mit einer starken staatlichen Beteiligung ist, gab es keine klaren protokollarischen Vorgaben, Sitzordnung oder Sicherheitsfragen waren unklar. Manche hohe Persönlichkeiten wollten nicht kommen, wenn sie nicht ganz vorne sitzen.

Den Text für den Segen des Papstes ließ Benedikt XVI. Karl Habsburg per Fax zukommen. Karl Habsburg: "Er segnet nicht nur meinen Vater, sondern die ganze Trauergemeinde." 300 Mitglieder der Habsburg-Dynastie waren für das Requiem in Wien angemeldet: "Eigentlich ist der Stephansdom viel zu klein für uns."
Keine gläserne Kutsche
Auf die gläserne Kutsche für den Kondukt wurde verzichtet, der Sarg Otto Habsburgs wird auf einem Bahrwagen zur Kapuzinergruft geführt, sagte Karl Habsburg.

"Wir haben die Kutsche ja beim Begräbnis meiner Großmutter gehabt, das Pferdegespann muss in der Früh trainiert werden, wir mussten sogar den Anteil an Textil auf der Kutsche ausmessen, um auszurechnen, wie schwer der Stoff bei Regen wird und ob die Pferde die Kutsche dann noch ziehen können. Das ersparen wir uns diesmal lieber."
Testament noch nicht geöffnet
Das Testament von Otto Habsburg-Lothringen sei bis dato noch nicht geöffnet. Erbstreitigkeiten zwischen ihm und seinen sechs Geschwistern schloss Karl Habsburg aus: "Unsere Eltern haben uns immer vorgelebt, dass materielle Werte keine wesentliche Bedeutung haben."

Zur "Villa Austria" im bayrischen Pöcking, Familiensitz der Habsburger, zuletzt nur mehr von Otto Habsburg bewohnt, meinte er: "Ich kann nicht ausschließen, dass wir sie nicht verkaufen."
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