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MO | 13.02.2012
Pinkes Schaf (Bild: APA)
Homo-Ehe
Pinkfarbenes Schaf als Symbol
Eine "konsequente Gleichstellungspolitik" für Homosexuelle haben erneut die Wiener Grünen gefordert. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, ließ man zehn Schafe - darunter ein pinkfarbenes - vor der ÖVP-Zentrale aufmarschieren.
Die Aktion stand unter dem Motto "Pink Sheep of the family".
"Rosa Schafe der Gesellschaft"
Zehn Prozent der Wiener sind laut den Wiener Grünen entweder homo-, bi- oder transsexuell. Um darauf aufmerksam zu machen, ließen die Grünen Schafe vor der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse aufmarschieren.

"Wir sind nicht die schwarzen Schafe, wir sind die rosa Schafe der Gesellschaft", betonte Marco Schreuder, Sprecher der "Grünen Andersrum" und Kandidat für die Wien-Wahl im Herbst.
Pinkes Schaf (Bild: APA)
Artgerecht transportiert
Wie die Grünen versicherten, sind die in Niederösterreich beheimateten Tiere artgerecht transportiert worden. Die verwendete rosa Farbe sei ebenfalls ungefährlich - und abwaschbar.
Geht es nach den Grünen sollen verschieden- wie gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften die Möglichkeit erhalten, am Standesamt einen Zivilpakt eintragen zu lassen.
Zu wenige Gleichstellungsmaßnahmen
Die Grünen erinnerten bei der Aktion auch an eine in der ÖVP eingerichtete Arbeitsgruppe, die sich mit Gleichstellungsmaßnahmen für lesbische und schwule Partnerschaften beschäftigt hat.

Das Ergebnis sei mager gewesen - da nur die Angleichung von Lebensgemeinschaften vorgeschlagen worden sei, so die Grünen. Umgesetzt sei aber auch das noch nicht.
Nach Ansicht der Wiener Grünen sollen sowohl verschieden- wie gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften die Möglichkeit erhalten, am Standesamt einen Zivilpakt eintragen zu lassen. Dieser würde in vielen Punkten gleiche Rechte und Pflichten wie bei der Ehe zur Folge haben.
ÖVP: Lebensgemeinschaften angleichen
ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka hat in einer Reaktion auf die "Rosa Schaf"-Aktion der Wiener Grünen betont, dass die Diskriminierung bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften beseitigt werden soll. Allerdings: "Die Ehe ist für die ÖVP nicht disponibel."

Lopatka zeigte sich zuversichtlich, dass es bei der vom ÖVP-Parlamentsklub eingeleiteten Gesetzesinitiative im Herbst zu einem Abschluss der Verhandlungen mit dem Koalitionspartner kommen werde.

Eine klare Absage erteilte Lopatka der Forderung nach Heiratserlaubnis: "Die Ehe homosexueller Paare ist aus unserer Sicht kein erstrebenswertes Ziel."
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