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MI | 11.04.2012
WU Wien (Bild: WU)
BILDUNG
Geldforderungen: WU nimmt erste Hürde
Eine erste Hürde auf ihrem Weg zu mehr Geld hat nun die Wirtschaftsuniversität Wien (WU) genommen. Eine eigens eingerichtete Schlichtungsstelle sieht eine "gravierende Änderung" der Leistungsvereinbarung.
Leistungsvereinbarung ist zu ändern
Die zwischen der Universität und dem Wissenschaftsministerium getroffene Leistungsvereinbarung muss demnach geändert werden, weil die WU - anders als vom Ministerium zugesagt - den Zugang zu ihren Bachelorstudien nicht beschränken konnte.

Laut Rektor Christoph Badelt ist die Zahl der Studenten an der WU fünf Mal so hoch wie die vorhandenen Kapazitäten. Weil er keine Plätze beschränken durfte, will Badelt nun mehr Geld vom Wissenschaftsministerium. Dabei geht es um 194 Mio. für die Jahre 2010 bis 2012.
Entstandene Nachteile müssen nun aufgelistet werden.
11. Oktober nächstes wichtiges Datum
In dem Verfahren muss die WU nun bis Mitte September auflisten, welche Nachteile ihr durch den offenen Zugang zu den Bachelorstudien "Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" sowie "Wirtschaftsrecht" entstanden sind.

Das Wissenschaftsministerium kann dann bis Ende September dazu Stellung nehmen. Die nächste mündliche Verhandlung der Schlichtungsstelle unter Vorsitz der Präsidentin des Obersten Gerichtshofes, Irmgard Griss, findet am 11. Oktober statt.
Ministerium erfüllte Vereinbarung nicht
Im Detail hieß es, das Fehlen von Zugangsbeschränkungen sei "eine gravierende Änderung der Rahmenbedingungen der Leistungsvereinbarung, die eine Anpassung der Leistungsvereinbarung erforderlich macht".

Ursprünglich war fixiert worden, dass das Ministerium sich um Zugangsbeschränkungen bemühen werde. Die Platzbeschränkung laut Notfallparagraf 124b scheiterte aber am Widerstand der SPÖ.
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