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Wiener Wahl 05 |
23.08.2005 |
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Chorherr auf Stimmenfang
Um Vorzugsstimmen wirbt der ehemalige Chef der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, bei der kommenden Wiener Wahl. Er startet eine auf ihn zugeschnittene Persönlichkeitskampagne.
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Christoph Chorherr |
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"Keine Rache an der Partei"
Beim Landesparteitag der Grünen im Jänner wurde Chorherr nur auf dem 8. Listenplatz gereiht. Der einstige Spitzenkandidat und nunmehr einfache Wiener Gemeinderat wirbt jetzt um Vorzugsstimmen für seine Person.
Dies sei die Möglichkeit für den Wähler, eine bestimmte Politik innerhalb einer Partei zu forcieren. Er will seinen Persönlichkeitswahlkampf aber nicht als Rache an seiner Partei verstanden wissen.
Seine Kampagne diene auch der Unterstützung der Grünen Spitzenkandidatin Maria Vassilakou, mit der sein Vorgehen abgesprochen sei, betonte Chorherr.
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Nein zu "Kampf-Händeschütteln"
Er werde sich nun ohne die Zwänge des Spitzenkandidatenpostens die Freiheit nehmen, einen auf Inhalt ausgerichteten Wahlkampf zu führen, so Chorherr.
"Ich verspreche hoch und heilig: Ich werde niemanden in einem Beisl belästigen", meinte der Grüne. Er halte nichts vom "Kampf-Händeschütteln".
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Neue Chorherr-Website
Vielmehr zieht Chorherr seinen Wahlkampf vor allem auch mit Hilfe des Internets auf. So soll hier auf der Internet-Plattform immer ein aktueller Treffpunkt mit dem Grünen Mandatar genannt werden.
Diese Internetseite betreue er selbst, unterstrich Chorherr. Dabei werde er versuchen, jedes Mail persönlich zu beantworten.
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Chorherr will die urbane Wählerschicht ansprechen. |
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Keine Phrasen erwünscht
Der Grünen Politiker will "die urbane Wählerschicht erreichen, die sich von Phrasen nicht angesprochen fühlt".
Dazu werde er rund ein Dutzend Diskussionsrunden zu "urbaner" Wirtschaftspolitik, Städtebau oder Creative Industries organisieren.
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Kein Anspruch auf Weltverbesserung
Er selbst schätze sich dabei als "links der Mitte" ein, gehöre aber nicht der Fraktion der Weltverbesserer an: "Die Rettung der Welt traue ich mir nicht zu."
Die Beseitigung von Hundstrümmerln aus der Nachbargasse sei ihm allerdings auch zu wenig. Er betreibe Kommunalpolitik "von einem größeren, visionären Zugang her".
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Kopietz sieht Signal
Harry Kopietz von der Wiener SPÖ bezeichnete den Persönlichkeitswahlkampfs von Christoph Chorherr als "Signal für den Zustand der Grünen in Wien". Entgegen aller Beschwichtigungsversuche würden die Richtungskämpfe zwischen Fundis und Realos munter weiter gehen."
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ORF.at
Ex-ÖVP-Chef Erhard Busek hat zuletzt ungewollt eine Polit- und Mediendebatte losgetreten. Mit seinem Hinweis, die ÖVP sei reif für einen Generationenwechsel, hat er Widerspruch provoziert.
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wien.ORF.at
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