Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Fahrradpolizisten (Bild: APA/GUENTER R. ARTINGER)
CHRONIK
"Aktion scharf" bei Radlern: Über 600 Strafen
Um die Stadt für Fußgänger und Touristen sicherer zu machen, kontrolliert die Wiener Polizei seit zwei Monaten verstärkt Radfahrer. Über 600 Radler mussten bisher Strafe zahlen, zeigt eine Bilanz der Polizei.
Polizei: "Wir wollen die Disziplin verbessern"
317 Anzeigen, 263 Organmandate, acht Festnahmen und rund 400 Ermahnungen: So lautet die Bilanz der Polizei nach zwei Monaten "Aktion scharf" gegen Radfahrer.

Das Ziel der Kontrollen ist ein friedliches Miteinander auf den Straßen, sagte Polizeipressesprecher Mario Hejl: "Wir wollen durch die verstärkten Kontrollen die Disziplin verbessern, aber nicht nur durch die Strafen, sondern auch durch die Präsenz und die Abmahnungen."
Fahrradpolizisten (Bild:Polizei Wr. Neustadt)
Alkoholgrenze für Radfahrer bei 0,8 Promille
Bisher 50 Alkoholdelikte verzeichnet
Das Strafmaß liegt meist unter 50 Euro. Bei Rot über die Straße zu fahren, kostet beispielsweise etwa 36 Euro. Alkoholisiertes Radfahren kann allerdings sehr teuer sein, die Grenze für Biker liegt bei 0,8 Promille.

Insgesamt 50 Radfahrer hatten bei den Kontrollen bisher mehr als die erlaubten 0,8 Promille intus, sie müssen mit Strafen von bis zu 3.633 Euro rechnen.

Die Kontrollen wurden zum Schutz der Touristen eingerichtet, die sich vor allem in der Innenstadt aufhalten. Die Aktion wird noch die "gesamte Fahrradsaison" weiterlaufen, kündigte Hejl an.
Studie: Radfahrer gefährden Fußgänger kaum
Vor den Radfahrern müssen sich Fußgänger zumindest laut einer aktuellen Studie der MA46 aber nicht vorrangig fürchten.

Wie der "Standard" aus der Studie zitiert, "waren bei 75 Prozent der Fußgängerunfälle in den letzten zehn Jahren Pkws beteiligt, bei sieben Prozent Straßenbahnen und bei nur fünf Prozent Radfahrer".
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