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MI | 11.04.2012
Hans Staud für das KHM (Bild: KHM)
KULTUR
Radhelme sollen Kunstkammer finanzieren
Mit dem Verkauf von Fahrradhelmen will das Kunsthistorische Museum (KHM) Spenden für die Kunstkammer lukrieren. Die Kunstkammer wird im Dezember 2012 wiederöffnet, ab sofort wird das Projekt in einem Baucontainer vorgestellt.
Ein Drittel an Spenden für Umbau noch offen, auch Hans Staud stellte sich als Testimonial zur Verfügung.
Viele Promis bewerben Aktion
3,5 Millionen Euro muss das Kunsthistorische Museum an Spenden für den Umbau aufbringen, etwa ein Drittel ist noch offen. Den Verkauf von Radhelmen zugunsten der Aktion bewerben unter anderem Erwin Wurm, Karlheinz Essl sowie Mitarbeiter des Fahrradbotendienstes Veloce auf Plakaten. Ein Helm kostet 49 Euro, 21 kommen der Kunstkammer zugute.

Eine der ersten Besitzerinnen ist Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ), die nach der Vorstellung der Kampagne durch KHM-Generldirektorin Sabine Haag einen Helm erwarb. Am Dienstag will sie damit im Ministerrat unter den Kollegen dafür werben, meinte Schmied.

Für eine Spende ab 100 Euro wird eine Führung mit Sabine Haag geboten, ab 300 Euro erhält man eine Restaurierungs-Patenschaft.
Gery Keszler für das KHM (Bild: KHM)
Zusätzliche Flächen für Kunstkammer
Die Kunstkammer ist 2002 wegen der Umbauarbeiten geschlossen. Das Kulturministerium steuert zum Umbau 15,06 Millionen Euro bei. Die Investitionen bei Kunstkammer, mumok-Umgestaltung und 21er-Haus-Umbau bezifferte Schmied mit 53 Millionen Euro, 35 Millionen kommen aus Bundesmitteln.

In der Kunstkammer wird es nach dem Umbau zusätzliche Flächen geben. 2.717 Quadratmeter beträgt die Fläche nach neuesten Unterlagen, Sabine Haag führte das auf die Einbeziehung eines Sonderaustellungsraums zurück. Bei der Präsentation des Projekts war man noch von 2.500 Quadratmeter ausgegangen.
Baucontainer mit 3-D-Animationen
Nach derzeitigem Stand werden 2.162 Objekte gezeigt. Auch die Präsentation soll modernisiert werden, unter anderem durch Lichtkörper oder in Sitzmöbel integrierte Info-Tablets.

Ab Montag wird in einem goldenen Baucontainer auf dem Maria-Theresien-Platz ein virtueller Ausblick auf die künftige Kunstkammer gegeben. Hinter drei Sichtfenstern sollen 3-D-Animationen das Projekt vorstellen.

Kunstkammer-Preziosen befinden sich dagegen derzeit auf weltweiter Werbetour, Stationen sind unter anderem New York, Washington und Zürich.
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