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MI | 11.04.2012
Szenenfoto aus Sister Act im Ronacher (Bild: VBW Brinkhoff/Mögenburg)
LIFESTYLE
Toni Faber plant "Sister Act" im Stephansdom
Himmliche Unterhaltung, grandioses Ensemble, begeistertes Publikum: Im Ronacher ist gestern die Premiere des Musicals "Sister Act" wahrlich gelungen. Dompfarrer Toni Faber zeigte sich besonders beeindruckt und hat nun einen Plan.
Sister-Act-Ensemble ab 2012 im Dom?
"Befruchtende Zusammenarbeit" erwartet
"Ich bin mit Kathrin Zechner und der Regisseurin im Gespräch. Wir werden einige Sänger in den Stephansdom holen", sagte Faber gegenüber heute.at. Wenn es nach ihm geht, sollen schon Anfang des kommenden Jahres die schnellen Rhythmen des Ensembles im Stephansdom erklingen.

"Das wird eine befruchtende Zusammenarbeit", wurde Faber weiters zitiert, "wir Gläubigen müssen lernen, so manches mit mehr Humor anzugehen".
Singende Nonnen in Sister Act (Bild: VBW Brinkhoff/Mögenburg)
Kirche kann sich vom Stück etwas abschauen.
Faber von "Sister Act" hingerissen"
Unmittelbar nach der Premiere am Donnerstag hatte Faber sich laut Kathpress "hingerissen" vom Stück gezeigt. Es tue uns als Kirche gut, so etwas Begeisterungsfähiges zu sehen und zu wissen: Oft braucht es nur einen kleinen Anstoß und dann wird aus einem müden Chor eine ganz beschwingte Schar von Zeugen für das Evangelium, zog er Parallelen zwischen dem Stück und der Realität.

Die Wandlung der Deloris van Cartier von der egozentrischen Nachtclubsängerin zur vertrauensvollen Leiterin eines Schwesternchors sah Faber glaubhaft dargestellt: "Sie wandelt mit Begeisterung die Ängste, die sie in ihrer Verfolgungszeit zu erleiden hat, in positive Energie um."

Hier könne sich die Kirche etwas abschauen, wenn es darum gehe, Dinge, die einen bedrücken, in Freude umzuwandeln, die man weitergeben könne, so Faber.
Schönborn stolz auf seinen Bruder.
"Sympathische Einführung in Ordensleben"
Im Publikum gesessen ist auch Kardinal Erzbischof Christoph Schönborn. Er kam, um seinen Bruder Michael auf der Bühne zu sehen, wo er einen Monsignore verkörperte. "Ich bin wirklich sehr stolz auf ihn", zeigte er sich am Ende erfreut.

Sister Act sei "ein wunderbar fröhliches Stück", so Schönborn weiter. Er habe sich keinen Dokumentarfilm über das Leben in einem Orden erwartet, "aber es ist eine sympathische Einführung in das Klosterleben". Er glaube, das Stück sei ein sympathischer Werbeträger für das Ordensleben.
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