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MI | 11.04.2012
Studentin an der Fachhochschule (Bild: ORF).
Bildung
Ansturm auf Fachhochschulen hält an
In diesen Tagen hat für viele Fachhochschüler in Wien das Semester begonnen. Der Andrang ist groß. Im Schnitt bekommt nur einer von drei Bewerbern einen Studienplatz. Ein Ausbau wäre dringend nötig, Geld gibt es aber keines.
Wirtschaftswissenschaften besonders begehrt
Überfüllte Hörsäle und auf dem Boden sitzende Studenten kennt man vor allem aus den Universitäten. An den Fachhochschulen ist das Gerangel um die Plätze zumindest im Vorfeld groß.

In Wien gibt es vier Fachhochschulen, die insgesamt rund 11.000 Studentinnen und Studenten Platz bieten. In besonders begehrten Fächern wie Wirtschaftswissenschaften kommen auf einen Platz aber bis zu sieben Bewerber.

Der Präsident der Fachhochschulkonferenz Helmut Holzinger sieht akuten Ausbaubedarf. Er erwarte sich, dass es in den nächsten zwei Jahren entgegen aller Sparpläne einen Ausbau geben wird. Das Budget der Fachhochschulen sei jedenfalls seit 2009 nicht mehr erhöht worden. Der große Andrang und die Akzeptanz der Absolventen am Arbeitsmarkt hätten daran nichts geändert.
36.000 Plätze in ganz Österreich
Fixer Geldbetrag pro Student
Anders als an den Unis gilt bei den Fachhochschulen das System der Studienplatzfinanzierung. Das bedeutet, der Bund zahlt einen fixen Betrag pro Student und damit ist die Zahl der Studierenden auch limitiert.

Derzeit gibt es an den Fachhochschulen rund 36.000 Studienplätze in mehr als 300 Studiengängen, 14.000 davon sind Anfänger-Studienplätze. Der Bund bezahlt pro Studienplatz rund 7.940 Euro bei technischen bzw. 6.510 Euro bei wirtschaftlichen Studiengängen.
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