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MI | 11.04.2012
Lipizzaner in der Hofreitschule in Wien (Bild: Spanische Hofreitschule/Herbert Graf)
CHRONIK
Hofreitschule bleibt beim Lebensministerium
Nur kurz hat die Diskussion um einen möglichen Wechsel der Spanischen Hoftreitschule vom Lebens- in das Kulturministerium gedauert. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) hat den Plänen eine Absage erteilt.
Schmied war an Eingliederung interessiert
Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) hatte sich an der Eingliederung der Hofreitschule in ihr Ministerium durchaus interessiert gezeigt - falls Berlakovich zugestimmt hätte. Die Kulturinstitution Hofreitschule hätte gut in die Wiener Kulturmeile gepasst, so Schmied.

Berlakovich sah allerdings "keinen Anlass", über die Ausgliederung der Hofreitschule zu diskutieren. "Wir sehen das als Ablenkung von ihren eigenen Problemen in der Bildungspolitik", hieß es aus dem Büro des Landwirtschaftsministers. Die Hofreitschule sei seit 1918 beim Landwirtschaftsministerium angesiedelt, das nun Lebensministerium heißt.
"Mir ist es ganz egal, wo die Hofreitschule angesiedelt ist".
Gürtler will "ganz neutral" bleiben
Nach der Absage von Berlakovich hat es auch aus dem Büro der Kulturministerin versöhnliche Töne gegeben. Die Hofreitschule sei kein Grund zum Streiten, man wolle deswegen "keine Streierei in der Koalition anfangen". Den nächsten Zeitpunkt für eine mögliche Diskussion sieht man nun nach der Nationalratswahl 2013, wenn die Geschäftseinteilungen besprochen würden.

Elisabeth Gürtler, Generaldirektorin der Hofreitschule, wollte sich in die Debatte nicht einmischen. "Ich bleibe ganz neutral in der ganzen Sache", betonte sie. "Mir ist es ganz egal, wo die Spanische Hofreitschule angesiedelt ist", so Gürtler. Hauptsache, man lasse sie selbständig arbeiten.
Verein hatte Änderung vorgeschlagen
Die politische Diskussion war durch den Verein "Freundeskreis der Spanischen Hofreitschule" gestartet worden. Dieser hatte gefordert, dass das Bundesgestüt Piber so wie die Hofreitschule in die Zuständigkeit des Kulturministeriums fallen sollten.

"Nur weil es hier um Pferde geht, hat das nichts mit der Landwirtschaft zu tun", hatte es von seiten des Vereins geheißen.
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