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MI | 11.04.2012
Edmund Entacher (Bild: Bundesheer)
CHRONIK
Sabotage-Verdacht bei Entacher-Dienstauto
Das Dienstauto von General Edmund Entacher soll sabotiert worden sein, bei einer Dienstfahrt soll es deshalb laut "Kurier" beinahe zu einem Unfall gekommen sein. Der militärische Geheimdienst bestätigt Ermittlungen.
Geheimdienst leitete Ermittlungen ein
Das Verteidigungsministerium hat zu dem "Kurier"-Artikel bisher bestätigt, dass der militärische Geheimdienst ermittelt, nicht aber dass man dort von einem Sabotageakt ausgeht. Entacher selbst meinte gegenüber der APA, dass es einen Vorfall gegeben habe, ohne Details zu nennen.

Laut "Kurier" soll sich der Vorfall am 13. September ereignet haben. General Entacher war in seinem Dienstauto, einem Volvo S 80, von Wien nach Villach unterwegs. Auf der Südautobahn vernahm der Fahrer verdächtige Geräusche und untersuchte bei Loipersdorf den Wagen. Dabei konnte er nichts Auffälliges feststellen.
Sachverständiger untersucht Volvo.
Radmuttern an Dienstauto gelockert
Nach der Abfahrt Graz-Ost wurden die Geräusche lauter, das Lenkrad begann zu vibrieren. Der Fahrer blieb am Pannenstreifen stehen und stellte Probleme am linken Vorderrad fest. Die Radmutterschraube war herausgefallen und lag einige Meter hinter dem Auto. Alle Radmuttern waren zudem sehr locker.

Nachdem der Fahrer die Radmuttern wieder befestigt hatte, setzte er die Fahrt fort. Nach dem Ende der Fahrt ist das Auto abgestellt worden und wird seither von einem Sachverständigen untersucht, heißt es aus dem Ministerium. Das Dienstauto wurde das letzte Mal vor 3.500 Kilometern in einer Werkstatt gewartet.

Das Dienstauto wird in der hauseigenen Tiefgarage in der Roßauer Kaserne geparkt. Es wird allerdings nicht nur von General Entacher genutzt, sondern auch von anderen Heeresbediensteten.
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