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System stürzt ab |
29.08.2005 |
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Arztpraxen kämpfen mit E-Card
Immer wieder stürze das System ab, versicherte Patienten würden als "nicht versichert" aufscheinen: Die Ärztekammer ist mit der E-Card nicht zufrieden. Kritik gibt es auch daran, dass Sozialhilfeempfänger keine E-Card bekommen.
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20.000 nichtversicherte Bedürftige bekommen keine E-Card. |
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Für Ärztekammer "würdelos"
"Aus menschlicher, aber auch aus ärztlicher Sicht absolutes Unverständnis" zeigte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Reinhard Brettenthaler, darüber, dass Sozialhilfeempfänger keine E-Card bekommen.
Geschätzte 20.000 seien davon betroffen. Diese Gruppe habe erfahrungsgemäß einen höheren medizinischen Bedarf, so Brettenthaler. Es sei unbedacht und würdelos, ihnen den Zugang zum Gesundheitssystem tendenziell zu erschweren.
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Sofortiger Schutz durch Vertrag
Menschen, die kein sozialversicherungspflichtiges Einkommen haben, länger arbeitslos sind, keine Pension kriegen, weil die Zeiten nicht ausreichen, bekommen über die Sozialämter "Krankenhilfe" und damit keine E-Card.
Die Armutskonferenz schlägt vor, diese nichtversicherten Bedürftigen durch einen Rahmenvertrag zwischen Gebietskrankenkasse und Ländern in den Versicherungsschutz einzubinden. So würden auch Sozialhilfeempfänger wie alle anderen die E-Card bekommen.
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Ärzte sollen Honorare für Sozialhilfeempfänger ermäßigen. |
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Hauptverband kontert
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger wies die Kritik der Ärztekammer zurück und hatte einen anderen Vorschlag parat: Um Sozialhilfeempfänger "sofort und spürbar zu helfen", sollten die Ärzte doch ihre Honorare ermäßigen, so Volker Schörghofer vom Hauptverband.
In der sozialen Krankenversicherung seien über 99 Prozent aller Österreicher geschützt, weitere Personengruppen könnten einbezogen werden, sieht der Hauptverband kein Problem. Schörghofer verwies jedoch darauf, dass das neue System die derzeitige Organisation des österreichischen Gesundheitswesen nicht umgestalten könne.
Die Kosten für Sozialhilfeempfänger tragen die Länder und Gemeinden. Wenn diese Kostenträger das E-Card-System verwenden wollen, dann stehe der Hauptverband als Ansprechpartner zu Verfügung.
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Ärzte sprechen von stundenlangen Systemausfällen. |
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1.000 Beschwerdeanrufe
Entnervt sind viele Ärzte auch wegen der technischen Schwierigkeiten mit der Karte. Allein bei der Hotline der Wiener Ärztekammer verzeichnete man 1.000 Beschwerdeanrufe, hieß es. Die Ärzte berichteten von teilweise stundenlangen Systemausfällen und damit langen Wartezeiten für die Patienten.
Die meisten Beschwerden habe es gegeben, weil die Installation des neuen Systems nicht klappe. Oft werde auch das ordinationseigene System lahm gelegt.
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Weitere Probleme im Herbst?
Die Ärztekammer fürchtet nun, dass sich die Situation im Herbst noch einmal zuspitzen könnte, wenn viele Patienten aus dem Urlaub zurückkommen.
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Keine technischen Probleme beim E-Card-System laut Hauptverband. |
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Hauptverband spricht von Einzelfällen
Volker Schörghofer vom Hauptverband der Sozialversicherungen spricht von Einzelfällen. Schörghofer weiter: Die Umstellungsphase sei für die Ärzte wohl mühsam, aber es gebe keine technischen Probleme beim E-Card-System.
Die langen Systemausfälle könne man jedenfalls nicht nachvollziehen, so Schörghofer.
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vorarlberg.ORF.at; 30.8.05
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salzburg.ORF.at; 30.8.05
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oe1.ORF.at; 29.8.05
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steiermark.ORF.at; 29.8.05
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noe.ORF.at; 29.8.05
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burgenland.ORF.at; 29.8.05
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wien.ORF.at; 28.8.05
Die E-Card kämpft mit Kinderkrankheiten, beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist man dennoch zufrieden. 4,5 Millionen Karten habe man versendet, 5.000 Ärzte seien an das System angeschlossen.
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oe1.ORF.at; 28.8.05
Die Hälfte der insgesamt acht Millionen E-Cards habe man schon geschafft, so Schörghofer.
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wien.ORF.at; 5.8.05
Der Rechnungshof (RH) hatte zuletzt das Projekt kritisiert. Nicht nur zu hohe Nebenkosten wurden bemängelt.
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Service-Hotline
Die Servicenummer der Sozialversicherungen erreichen Sie unter 0501243311 montags bis freitags von 7.00 bis 19.00 Uhr österreichweit zum Ortstarif. Infos gibt es auch im Internet.
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