Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Bild: APA
Callgirl-Ring
Ed Fagan weist Vorwürfe zurück
Die Oberstaatsanwaltschaft Wien vernimmt nun Kunden jenes Callgirl-Rings, der auch minderjährige Prostituierte vermittelt haben soll. Laut "profil" ist auch US-Anwalt Ed Fagan darunter.
Ed Fagan sagt, er sei nicht schwer zu finden, wenn ihn die österreichische Polizei sprechen wolle.
"Nie Kunde gewesen"
Fagan wies das zurück. Er sei seines Wissens nach "nie Kunde eines solchen Callgirl-Rings mit oder für Mädchen jünger als 19" gewesen. Er habe auch nie Mädchen, "die jünger als 19 sind, bestellt oder gewusst, dass irgendjemand anderer solche Mädchen für mich bestellt oder mir geschickt hat", so Fagan laut "profil.

Fagan sagte auch noch, es sei nicht schwer, ihn zu finden, wenn ihn die österreichische Polizei sprechen wolle.
Freier blieben im Prozess unbehelligt
Zuletzt hatte das Justizministerium angekündigt, Unterlagen aus einem Prozess gegen die Betreiber des Wiener "Escort-Service" zu prüfen. Konkret soll untersucht werden, warum Kunden des Callgirl-Rings im Prozess gegen die Betreiber unbehelligt geblieben sind.
Anruf aus Parlamentsdirektion
In dem vom "Falter" aufgerollten Fall waren im November 2004 zwei Mädchenhändler verurteilt worden. Laut Anklage waren einigen Kunden minderjährige Prostituierte vermittelt worden. Laut Gesetz ist sexueller Kontakt gegen Entgelt mit unter 18-Jährigen strafbar. Trotz dieser Tatsache war gegen die Kunden nicht ermittelt worden.

Einer der Freier soll laut "Falter" aus der Parlamentsdirektion angerufen haben. Seine Identität ist noch ungeklärt. Eine Zuordnung sei nicht möglich, weil es unter dem Titel Parlamentsdirektion mehr als 1.000 Telefonklappen gebe, hieß es.
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