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Wiener Wahl 05 |
14.09.2005 |
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Stenzel kandidiert für Innenstadt
Ursula Stenzel ist am Mittwoch als Spitzenkandidatin der Wiener ÖVP für die Innere Stadt präsentiert worden. Im Alter von 60 Jahren könnte sie damit ihre dritte Karriere als Bezirksvorsteherin starten.
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Ursula Stenzel und Johannes Hahn bei der Präsentation. |
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Mehr Lebensqualität
Weniger Straßenmusikanten, ein strikteres Vorgehen gegen Trickdiebe sowie billige Tiefgaragenplätze für die Anrainer - Stenzel will mehr Lebensqualität in die Wiener Innenstadt bringen.
Nach zehn Jahren Europapolitik sehnt sich Stenzel zudem nach ihrer Heimatstadt. Sie lebe gerne hier und kenne auch die Probleme, so Stenzel.
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Zur Wiener Innenstadt hat Stenzel einen besonderen Bezug. Sie bewohnt gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Wohnung in der Nähe der Albertina.
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Lokalpolitik nur bei Wahlsieg
Bei einer Wahlniederlage will Stenzel nicht in die Lokalpolitik gehen. Dann bleibe sie EU-Abgeordnete. Wer ihr im Falle eines Wahlsieges als Delegationsleiter nachfolgen könnte, wollte Stenzel nicht beantworten.
Der jetzige Bezirkschef Franz Grundwalt wird nicht mehr antreten.
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wien.ORF.at; 14.9.05
In zwei ihrer Wiener Hochburgen hat die ÖVP wichtige Personalentscheidungen getroffen. In der Inneren Stadt wird Franz Grundwalt abgelöst und in Währing wurden Mandatare ausgetauscht.
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Erfolgreich auf EU-Ebene. |
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Erfolgreiche Quereinsteigerin
Stenzel ist eine der wenigen Quereinsteigerinnen, die nicht auf dem glatten Parkett der Politik ausgerutscht sind. Bei ihrem ersten Antreten bei der EU-Wahl 1996 als Spitzenkandidatin der ÖVP schaffte sie es erstmals seit 30 Jahren, die ÖVP bei einer Bundeswahl auf Platz eins zu führen, und erhielt 168.000 Vorzugsstimmen.
1999 kam sie mit 48.000 Vorzugsstimmen immer noch auf den ersten Platz, während sie sich bei ihrem dritten Antreten 2004 bereits dem Grünen Johannes Voggenhuber geschlagen geben musste.
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ORF-Karriere als Moderatorin beendet
Die am 22. September 1945 in Wien geborene Stenzel studierte Zeitungs- und Politikwissenschaften sowie Geschichte. Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1970 als freie Mitarbeiterin des Aktuellen Dienstes des ORF-Studios Wien.
1972 wurde sie Redakteurin im Aktuellen Dienst Radio, in der Folge Redakteurin und ZiB-Moderatorin im ORF-Fernsehen. Am Ende ihrer ORF-Karriere war sie als Moderatorin in der Hörfunk-Information tätig.
Sie ist mit Burgschauspieler Heinrich Schweiger verheiratet.
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Kritik von allen Seiten
SPÖ und Grüne kritisierten die Kandidatur von Stenzel. Stenzel habe die vergangenen Jahre in Brüssel verbracht und kenne die Probleme der Bewohner im ersten Bezirk nicht, hieß es.
Die FPÖ kritisierte "die Brutalität" Hahns. Das Köpferollen nehme kein Ende.
Das BZÖ kritisierte die ÖVP in der Inneren Stadt, die in den vergangenen Jahren ihre Zweidrittelmehrheit heruntergewirtschaftet habe. "Davon kann auch die Kandidatur Stenzels nicht ablenken", hieß es.
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wien.ORF.at
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