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Genuss |
01.10.2005 |
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Ein Feiertag für den Kaffee
Wiener Kaffeehäuser haben sich selbst mit Lesungen, Konzerten, Verkostungen und Ausstellungen gefeiert. Zum Tag des Kaffees am 1. Oktober ein Überblick über die Geschichte und Wirkung des Kaffees.
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 Alle dreht sich um den Kaffee. |
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Neues Frühstück wird präsentiert
68 Wiener Kaffeehäuser haben beim Tag des Kaffees mitgemacht. Auf der Liste der Teilnehmer fanden sich sogar Starbucks-Filialen. Im Mittelpunkt stand dabei kulinarisch gesehen das "Frühstück im Kaffeehaus".
"Denn das Frühstück ist die ureigenste Kompetenz des Kaffeehauses", hieß es. Dabei gibt es eine neue Karte mit fünf Varianten dieser Mahlzeit. Sie soll Lust auf eine morgendliche Stärkung machen - und liegt dazu demnächst in den Kaffeehäusern auf.
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Der Kaffee entzieht dem Körper doch kein Wasser! |
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Gesundheitslügen rund um den Kaffee
In der Früh gilt er als Muntermacher, am Nachmittag weckt er wieder die Lebensgeister und am Abend rundet ein kleiner Kaffee das Essen ab.
Egal, ob schneller Espresso oder genussvoller Milchkaffee, die Wiener lieben ihren Kaffee. In Maßen genossen, ist der Genusstrank auch gar nicht so gesundheitsschädlich, wie oft behauptet wird.
Nicht ganz sicher ist mittlerweile zum Bespiel, ob Kaffee tatsächlich ein Flüssigkeitsräuber ist. Einige Studien belegen, dass koffeinhaltige Getränke nicht erhöhtes Harnausscheiden nach sich ziehen, so Ibrahim Elmadfa vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Wien.
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Acht Kilogramm Kaffee pro Jahr
Laut Studie trinken die Österreicher im Jahr rund acht Kilogramm Kaffee pro Kopf. Der Trend geht klar in Richtung Espressomaschinen, die den Filterkaffee langsam ablösen.
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 Bis zu zehn Tassen müssen getrunken werden, um abzunehmen. |
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Koffein als Fettkiller mit Nebenwirkungen
Neuesten Studienergebnissen zufolge kann Kaffee das Risiko einer Diabetes-Erkrankung vom Typ 2 senken. Es wird auch vermutet, dass moderater Konsum das Auftreten von Gallensteinen reduziert.
Bekannt ist auch, dass Kaffee als Fettkiller gilt. Koffein regt die Lipolyse, also den Fettabbau und das Schwitzen an. Allerdings müssten dafür zwei bis zehn Tassen pro Tag getrunken werden. Lästiger Nebeneffekt: Man schwitzt, ist unruhig und der Puls geht schneller.
Nach heutigem Wissenstand besteht auch kein Zusammenhang zwischen Kaffeegenuss und dem Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen.
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Krebserregende Inhaltsstoffe
Es gibt aber auch zwei bedenkliche Inhaltsstoffe im Kaffee: Acrymalid und Furan, zwei Stoffe, die Krebs erregend wirken. Wirklich gefährlich soll dabei aber erst die Aufnahme von hohen Dosen der beiden Stoffe sein.
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science.ORF.at
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Armenische Spion Deodato gründete erstes Kaffeehaus. |
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Legenden um das erste Wiener Kaffeehaus
Geht man der geschichtlichen Spur des schwarzen Genussmittels quer durch die Jahrhunderte nach, stößt man auf mehrere Legenden. Demanch soll Georg Franz Kolschitzky 1683 als Türke verkleidet die feindlichen Linien durchbrchen haben, um Karl von Lothringen eine wichtige Botschaft zu überbringen.
Für diese Heldentat bekam er einen Baugrund und Säcke mit den mysteriösen Bohnen. Dort soll das erste Wiener Kaffeehaus entstanden sein. Eine schöne Geschichte, die allerdings nicht stimmen kann.
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Spion Deodato
In Wirklichkeit wurde das erste Kaffeehaus vom armenischen Spion Deodato gegründet. Deodato, ein geheimnisvoller Mann im Dienste des Wiener Hofes, war auf Grund seiner Herkunft mit der Zubereitung der dunklen Bohnen vertraut.
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Nicht in Wien das erste Kaffeehaus - leider. |
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Mekka und Venedig waren schneller
Wien war allerdings nicht die erste Stadt mit einem Kaffeehaus. Schon im 12. Jahrhundert gab es in Mekka zahlreiche Kaffeehäuser. 1647 eröffnete in Venedig das erste europäische Kaffeehaus, danach folgte England. Im Jahre 1683 zog Wien nach.
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"Lust auf Wien"
Wer ins Stottern gerät, wenn es um die Vielfalt unseres Nationalgetränkes geht, kann sich im Kaffee-Erlebnismuseum ganz gemütlich weiterbilden.
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