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Vogelgrippe |
19.10.2005 |
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Tiere in Österreich unter Beobachtung
Auch wenn es auf den ersten Blick fast unmöglich scheint, die Massen an Zugvögeln kontrollieren zu können, hat die Vogelgrippe in Österreich kaum eine Chance, unentdeckt zu bleiben.
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Es wird täglich getestet
Seit Jahren läuft am Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Mödling bereits ein umfangreiches Programm, mit dem eine eventuelle Gefahr durch die Vogelgrippe, auch als Vogelpest bekannt, sofort zu erkennen ist.
"Wir werden das in den kommenden Wochen noch intensivieren", kündigte die Veterinärvirologin Eveline Wodak an. Tägliche Tests sind vorgesehen.
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Mehr als 3.500 Proben
Das Vogelgrippe-Virus ist bisher in Österreich seit 1946 noch nie aufgetaucht. Seit 2003 wird aber besonders nach diesem Erreger gesucht. Für heuer sieht der Plan folgende Maßnahmen vor:
Untersuchung von Schlachtblut aus 140 Geflügelbetrieben (Legehennen, Puten), von Schlachtblut aus 41 Betrieben mit Gänsen, aus zwei Betrieben mit Entenzucht und aus fünf Betrieben mit Straußenzucht. Weiters werden auch rund 300 Proben aus Kot von Wildvögeln untersucht. Insgesamt werden rund 3.500 Proben genommen.
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Test mit Hühnereiern
Am Institut werden Gewebeproben entnommen und untersucht, aber auch serologische Tests an Blut durchgeführt. Dafür wird zum Beispiel eine potenziell infektiöse Impflösung hergestellt, mit der sechs bis acht Tage bebrütete und garantiert erregerfreie Hühnereier geimpft werden.
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Virusstämme können identifiziert werden
"Die Vogelgrippe-Viren führen binnen eines Tages zum Absterben des Embryos in den Eiern", so Wodak. Bei einem hochverdächtigen Befund wird danach noch ein Hämagglutinationstest durchgeführt.
Das Virus bringt Hühnerblut zum Gerinnen. Spezielle Antikörper verhindern dies aber. Anhand dieser Antikörper können die einzelnen Virusstämme, etwa der Typ H5N1, erkannt werden.
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Bestimmte Gebiete besonders überwacht
Besonders überwacht werden in Österreich einige bestimmte Gebiete, in denen sich viele Zugvögel sammeln, so etwa am Neusiedler See, im Seewinkel, in den Marchauen, am Bodensee und an den Kärntner Stauseen.
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Krisenplan sieht Tötungen vor
Würden dort Infektionen festgestellt, müssten Vorsorgemaßnahmen getroffen werden, wie Auslaufverbote in Geflügelzuchtbetrieben. Hühner, Gänse, Enten und Strauße müssten eingesperrt werden.
Würde die Vogelgrippe in Österreich ausbrechen, tritt der dafür vorgesehene Krisenplan in Kraft. Die Tiere würden noch im Betrieb oder am Gehöft getötet und schadlos beseitigt.
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wien.ORF.at; 14.10.05
In Brüssel hat am Freitag ein Krisentreffen über mögliche Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe stattgefunden. Allgemein wird aber beruhigt. Für den Fall der Fälle ist Wien gerüstet.
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noe.ORF.at
Der niederösterreichische Agrarlandesrat Josef Plank (ÖVP) schätzt das Vogelgrippe-Risiko in seinem Land mit "derzeit nicht sehr hoch" ein. Es herrsche aber erhöhte Wachsamkeit.
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ORF.at
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science.ORF.at
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