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Premiere |
14.01.2006 |
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TAG - Ein neues Theater in Mariahilf
Ein neuer Stern ist über dem ehemaligen Theater Gruppe 80 in Wien-Mariahilf aufgezogen. Der Strahlenkranz aus Nägeln leuchtet als Logo über dem neuen TAG. Am Freitag hat das Theater seinen Spielbetrieb aufgenommen.
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Klaus Beyer in dem Kurzstück "Das ist ja toll hier" zur Eröffnung. |
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Theatralischer "TAGesanbruch"
Sowohl die bauliche Adaptierung wie das lustvolle Eröffnungsprogramm, mit dem die zuvor Freien Gruppen L.U.S.Theater, urtheater und Theater Kinetis hier seit Freitagnachmittag ihren Einstand feiern, signalisieren in der Tat einen vielversprechenden theatralischen "TAGesanbruch".
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Neue Architektur
Einladend ist die neue, breite Glasfassade mit einer an ein T erinnernden signalgelben Säule unter schwarzem Vordach. Der Garderobenbereich wurde zu einem eleganten oberen Foyer mit Spiegelwand und Leuchtkästen erweitert. Die Hinterbühne wurde ausgebaut, im Sommer folgt dann unter anderem noch der Einbau einer Hebebühne und die Umgestaltung des unteren Foyers samt Bar.
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Von Wussow-Fortell-Persiflage bis zur WG-Komödie. |
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Sieben Kurzstücke zur Eröffnung
Zum dreitägigen Auftakt reflektieren die Theaterreform-Gewinner mit viel Selbstironie ihren Neubeginn. Situationskomik mit sparsamen Mitteln, Spielfreude mit ganzem Körpereinsatz und leicht trashiger Humor verbindet die sieben Kurzstücke im Zentrum des Programms.
Da rauft sich etwa ein komisches Kommunardentrio in Andreas Erstlings "Das ist ja toll hier" in der neuen WG buchstäblich zusammen bis zur Synchron-Showtanznummer auf der LKW-Heberampe.
In Lutz Hübners mit Wussow-Fortell-Persiflagen versetzten "Dramoletti" über den alltäglichen Theaterwahnsinn erschießt die "gestrichene Schauspielerin" den Dramaturgen.
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"Gewinner der Theaterreform"
Die neuen Leiter, Gernot Plass, Holger Schober und Ferdinand Urbach, sehen das TAG als einen der wenigen echten Gewinner der Wiener Theaterreform. Es gebe mehr Planungssicherheit und eine Perspektive, so die Theatermacher, die aber auch nicht mit Kritik sparen.
"Sie krankt an einer gewissen Selbstüberschätzung und am Widerstand der Szene. Die Kuratoren sind überfordert, denn das Ganze hinkt im konzeptiven Bereich. Vor allem fehlen die Koproduktionshäuser", so Plass.
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 Die neuen Chefs des Hauses. |
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Dank an Gruppe 80-Gründer
Passenderweise mit Theaterblut, versetzt mit Sekt, nahm denn auch Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) am Freitagabend die offizielle Eröffnung vor.
Dabei wurde auch den Gruppe 80-Gründern Helga Illich und Helmuth Wiesner für den Aufbau des Hauses und die gute Übergabe gedankt wurde.
Das noch bis Sonntag laufende Eröffnungsprogramm, bei dem auch Lesungen und abschließende Konzerte angesetzt sind, macht jedenfalls Lust auf das künftige TAG-Werk und gibt dem Motto des ersten Spielzeitfolders recht: "Das TAG fängt ja gut an". Der Eintritt beim Eröffnungsfest ist frei.
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