Wien ORF.at
MI | 11.04.2012
Polizei (Bild: APA)
Neubau
Kunstwerke aus Kloster wieder da
Es gibt offenbar ein Gesetz der Serie: Nach der "Saliera" sind antike Schriften und Karten wiederaufgetaucht. Sie wurden im Mechitaristenkloster in Wien Neubau gestohlen. Ein Verdächtiger ist in Haft.
Beutegut hatte einen Wert von 40.000 Euro.
Tarnung als ehrenamtlicher Mitarbeiter
Im Vergleich zur "Saliera" waren die gestohlenen Schriften und Karten aus dem Kloster "billig". Sie entsprachen einem Wert von rund 40.000 Euro. Der mutmaßliche Dieb war perfekt getarnt. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter ist der 31-Jährige im Mechitaristenkloster aus und ein gegangen.
Um Inventarliste "gekümmert"
Der frühere Priesterseminarist hat sich um die Inventarliste der berühmten Klosterbibliothek "gekümmert", hat auch im Chor mitgesungen. Dabei dürfte er immer wieder antike Schriften, Bücher und Karten abgezweigt haben, die er dann an ein Antiquariat in der Innenstadt verkauft hat, laut Polizei insgesamt mehr als 50 Stück.
Kunstschätze fast vollständig noch da.
Weltkarte ließ den Dieb auffliegen
Eine Weltkarte aus dem 16. Jahrhundert wurde dem mutmaßlichen Dieb schließlich zum Verhängnis. Der Verlust der Karte im Wert von etwa 25.000 Euro ist im Kloster nämlich aufgefallen.

Der Anzeige folgten polizeiliche Ermittlungen und die führten schließlich in ein Antiquariat, das die Kunstwerke angekauft hatte, ohne die kriminelle Herkunft zu bemerken. Ein glücklicher Zufall, dass die Kunstschätze fast alle noch da sind. Der Händler hat sie für eine Auktion aufgehoben.
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