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MO | 13.02.2012
(Bild: ORF/JUL)
Plakate
Kampagne gegen Gestank in der U-Bahn
Die Wiener Linien sagen der Geruchsbelästigung in den öffentlichen Verkehrsmitteln den Kampf an. Vor allem streng riechende Mahlzeiten sollen aus den Zügen verbannt werden. Aber auch lautes Musikhören wird ins Visier genommen.
Streng riechende Speisen sollen draußen bleiben.
Etwas tun gegen Geruchsbelästigung
"Draußen regnet's und drinnen stinkt's" lautet eine Textzeile aus "Zwickt's mi" von Wolfgang Ambros. Offen bleibt, was schlimmer ist. Tatsache ist, gegen das Wetter kann man nichts machen, gegen die Geruchsbelästigung in der U-Bahn schon. Mit einer Plakataktion wollen die Wiener Linien dagegen vorgehen.
Lavendel statt Leberkäse
Das Plakat zum Thema Geruchsbelästigung verweist auf eine fiktive Umfrage zum Lieblingsduft der Fahrgäste. "Lavendel 85 Prozent, Vanille 73 Prozent, Zwiebel 0 Prozent, Leberkäse 0 Prozent", heißt es da.

Die Wiener Linien wollen vor allem schlecht riechende Mahlzeiten aus den Waggons verbannen, Körpergeruch ist in der Kampagne hingegen kein Thema.
Plakate mit Appell an die Hilfsbereitschaft.
Gegen lautes Musikhören
Laut Wiener Linien sind beim Fahrgastbeirat viele Beschwerden wegen Geruchsbelästigung durch Essen eingelangt. Während sich Benutzer mittlerweile an die oft auch intimsten Handytelefonate in der Straßenbahn gewöhnt haben, wird lautes Musikhören vielfach als störend empfunden.

"Vom lauten Musikhören werden die Kopfhörer kaputt. Warnung des Musikministers", heißt es in der Kampagne. Mit dem Slogan "Anderen Sitzplätze anzubieten erhöht die Chance beim Lotto" wird zudem an Höflichkeit und Hilfsbereitschaft appelliert.
Wiener Linien wollen zum Nachdenken anregen.
Keine Strafen und Verbote
Es gehe den Wiener Linien aber nicht darum, Verbote oder Strafen auszusprechen. Mit den ironischen und teils skurrilen Behauptungen sollen die Fahrgäste zum Nachdenken angeregt werden, heißt es.
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