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MI | 21.03 | 17:56
Dickmaulrüssler (Bild: APA)
Tipps von Ploberger
Hilfe gegen den Feind des Gärtners
Dickmaulrüssler - dieser Name verspricht nichts Gutes. Tatsächlich ist dieser Schädling einer der größten natürlichen Feinde eines jeden Hobbygärtners. Pflanzenexperte Karl Ploberger weiß aber, was zu tun ist.
Bild: ORF
Wurzelbefall ist weitaus schlimmer als optischer Schaden
Wurzelbefall ist großes Problem
Rhododendron, Efeu oder Kirschlorbeer - das sind die Lieblingsspeisen der Dickmaulrüssler. Optisch ist der Schädlingsbefall laut Ploberger eindeutig zu erkennen, die Blätter werden u-förmig abgeknabbert.

Viel schlimmer als der optische Schaden ist aber der Befall der Wurzeln durch die Larven des Dickmaulrüsslers. Im Frühjahr und Herbst setzt sie sich am Wurzelstamm an und knabbert dort. Gibt es viele Larven kann ein Rhododendron über Nacht verwelken.
Dickmaulrüssler (Bild: APA)
Der Dickmaulrüssler ist etwa 10-12 Millimeter lang, länglich-oval, schwarz gefärbt und dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Tagsüber versteckt sich der Käfer unter anderem unter Laub, in Steinspalten, hinter Rankgerüsten.
Fadenwürmchen gegen Larven Bodennützlinge gegen Schädling
Was ist also zu tun? Prinzipiell gilt laut Ploberger: Zuerst muss die Larve bekämpft werden. Das geschieht im Frühjahr und Herbst in Form von Bodennützlingen.

Plobergers Tipp: Man kauft die Bodennützlinge in einem Packerl mit Mehl, löst es im Wasser auf und gießt damit den Boden. Dann nocheinmal viel Wasser nachgießen, damit die Milliarden von Fadenwürmchen in den Boden hineingeschwennt werden. Für Mensch und Tier sind diese Bodennützlinge vollkommen ungefährlich, nur die Dickmaulrüssler-Larve fressen sie.
Tücher auslegen und Tiere aufsammeln Soforthilfe möglich
Ploberger hat aber auch Rat für alle, die jetzt schon etwas gegen den Dickmaulrüssler machen wollen. Als Soforthilfe kann man große Tücher unter die betroffenen Pflanzen auslegen, die Tiere lassen sich im Laufe des Tages fallen und am späten Abend kann man dieses Tuch absammeln.

Da liegen meistens eine Unmenge an Tieren darauf. Je weniger Tiere es dann gibt, desto weniger Larven werden dem Gärtner dann im Herbst das Leben schwer machen.