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MI | 21.03 | 17:53
Feuerwerk (Bild: Fotolia/Andreas Meyer)
Jahreswechsel
Gute Vorsätze zum Jahresende
Nicht mehr rauchen oder abnehmen: Gute Vorsätze gehören zum Jahresende wie das Amen im Gebet. Erkenntnisse aus der Hirnforschung helfen laut ORF-Psychologin Julia Umek, gute Vorsätze auch zu verwirklichen.
Es darf kein ungutes Gefühl entstehen, wenn man etwas wirklch ändern will. Verbindung mit guten Gefühlen ist wichtig
Viele Vorsätze, die für das kommende Jahr gefasst werden, wiederholen sich Jahr für Jahr. Sie klingen oft so einfach, lassen sich aber doch nur schwer einlösen. Die moderne Hirnforschung könne aber hier helfen, so Umek. Es lässt sich durch Hirnscanbilder beweisen, dass etwas, das ungute Gefühle auslöst, nur schwer durchgeführt werden kann.

Wer also ein neues Verhalten in sein Leben einführen will, muss dies solange umdeuten, bis es mit angenehmen Gefühlen verbunden werden kann. Fünf Erkenntnisse aus der modernen Hirnforschung helfen, gute Vorsätze umzusetzen:
Ein ungutes Befühl bringt den besten Vorsatz zum Scheitern. Vorsatz muss in Lebenssituation passen
Das, was wir uns vornehmen, muss in unsre Lebenssituation gut hineinpassen, muss zu unseren aktuellen Fähigkeiten, Begabungen und inneren Glaubenssätzen passen. Nur wer sich vorstellen kann, dass das neue Handeln mit guten Gefühlen durchgeführt werden kann, wird es schaffen.

Wer sich zum Beispiel vornimmt, abzunehmen, und auf die selbstgestellte Frage, welche Gefühle damit verbunden sein werden, mit "ungut" antworten muss, wird sein Ziel verfehlen.
Jahresanzeige wechselt von 2009 auf 2010 (Bild: Fotolia/vege)
Freude auf das Umsetzen
Erst wer innerlich darauf vorbereitet ist, Gewohnheiten aufzugeben, und sich das als angenehm vorstellen kann, ist seinem Ziel ein gutes Stück näher gekommen.

Die selbstgestellte Frage muss lauten: "Meine ich das wirklich ernst, freue ich mich auf das Umsetzen meines Vorsatzes, habe ich alle Konsequenzen, die mein neues Verhalten nach sich ziehen wird, durchgedacht? Kann ich jede dieser Konsequenzen so denken, dass gute Gefühle folgen?“
Glücksbringer mit Rauchfangkehrer und vierblättrigem Kleeblatt (Bild:Fotolia/RRF)
Es sich möglichst leicht machen
Nur wer Ursachen und Gründe für sein bisheriges Verhalten genau kennt, also auch weiß, wieso sie bzw. er bis jetzt so und nicht anders gehandelt hat, kann mit den Vorbereitungen beginnen, den neuen Vorsatz in das Leben einzuplanen.

Wer Anstrengungen liebt, also zum Beispiel gerne "schwarze Pisten fährt", kann sich ohne weiteres große Schritte zutrauen. Wer allerdings Anstrengungen im Leben immer zu vermeiden trachtet, kann sein neues Verhalten nur dann realisieren, wenn sie bzw. er Wege sucht, die es ihr bzw. ihm leicht machen.

Da es kaum Menschen gibt, die gerne mühsam durchs Leben gehen, soll alles vermieden werden, was als beschwerlich und mühselig erwartet wird. Wer frühzeitig die Weichen so stellt, dass der Vorsatz wie ein neues gern getragenes Kleidungsstück gehalten wird, erhöht die Erfolgschancen enorm.
"Yes, we can" für jedermann
Wer ein gutes Mantra für sich kreiert hat – wir haben es vom amerikanischen Präsidenten gelernt – kann Wunder bewirken. Zum Beispiel kann so ein Mantra, das man sich unentwegt wie eine Endlosschleife vorsagt, lauten: "Ich bin jemand, der xxx einhalten kann".

Je persönlicher das Mantra ausformuliert wird, desto stärker wirkt es. Ein gut wirkendes Mantra kann zum Beispiel auch in einem gemeinsamen Wettbewerb gefunden werden: "Wer hat das beste Mantra?“ regt die Kreativität an und hilft, gute Vorsätze durch gute Leitsätze zu realisieren.
Glücksschweine aus Marzipan (Bild: Fotolia/Manu)
Kraft für das Leben sammeln
Etwas Neues ins Leben zu bringen, zum Beispiel Gewohnheiten aufzugeben, braucht Kraft. Nur wer gut schläft - nicht zu viel, denn das lässt verblöden, aber auch nicht zu wenig, denn das führt zu Nervosität und macht ebenso krank -, mindestens zwei Liter Wasser täglich trinkt, sich gesund ernährt sowie Humor, Bewegung, und Liebe in sein Leben bringt, braucht eigentlich keine Vorsätze mehr.

Sie bzw. er hat den richtigen Lebensrhythmus gefunden, der ein Jungbrunnen für Körper und Seele ist, denn die Zukunft ist nicht einfach die Fortsetzung der Vergangenheit: Zukunft ist die glücklich gelebte Gegenwart.