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MI | 21.03 | 17:59
Jochen Rindt in Monza, 1970 (Bild: Galerie Westlicht, Rainer Schlegelmilch)
Ausstellung
Ausstellung zu Ehren von Jochen Rindt
Vor 40 Jahren starb Jochen Rindt beim Training für den Formel 1 Grand Prix in Monza. Die erste große Fotoausstellung zu Ehren des österreichischen Sporthelden zeigt die Galerie Westlicht in Wien-Neubau.
Jochen Rindt 1969 (Bild: Galerie Westlicht, Ferdi Kräling)
Prägende Figur einer Motorsportgeneration
Rund 140 Fotos sind in der Ausstellung zu sehen. Jochen Rindts Aufstieg vom Außenseiter zur prägenden Figur einer europäischen Motorsportgeneration soll dabei dargestellt werden.

In den 1960er Jahren hat Jochen Rindt in Österreich eine Euphorie für den Automobilsport ausgelöst. Sein Erfolg und seine Persönlichkeit haben den Weg für spätere Generationen geebnet.

Rindts Popularität wurde zum einen durch seinen spektakulären Fahrstil, andererseits durch sein Auftreten begründet. So gilt sein Sprachstil in einem Mix aus Deutsch, Englisch und Steirisch als legendär.
Erste Schritte im Motorsport in Graz
Jochen Rindt wurde am 18. April 1942 in Mainz geboren. Seine Eltern kamen bei einem Fliegerangriff im Zweiten Weltkrieg ums Leben, Rindt wuchs bei seinen Großeltern in Graz auf.

In Graz machte er auch seine ersten Versuche im Motorsport. Nach der Schule trat er nur für kurze Zeit in das Familiengeschäft ein und widmete sich dann seiner Rennsport-Karriere. Jochen Rindt hatte zwar zeit seines Lebens die deutsche Staatsbürgerschaft, er fuhr jedoch mit einer österreichischen Lizenz.
Jochen Rindt im Jahr 1966 (Bild: Galerie Westlicht, Ferdi Kräling)
Debüt in Zeltweg im Jahr 1964
In der Formel eins feierte er sein Debüt 1964 beim Grand Prix in Zeltweg. Parallel dazu bestritt er auch noch Rennen in der Formel zwei. Seinen ersten Sieg in einem Formel eins-Grand Prix feierte Jochen Rindt 1969 in Watkins Glen in den USA.

1970 blieb Rindt in der Formel eins fünf Mal erfolgreich. Im Abschluß-Training für den Formel eins Grand Prix von Monza verunglückte er am 5. September 1970 tödlich. Eine Bremswelle an seinem Lotus war gebrochen.
Wrack von Jochen Rindts Lotus 72 (Bild: Galerie Westlich/Kurt Pinter)
Einziger posthumer Formel eins-Weltmeister
Sein früher Tod im Alter von 28 Jahren löste in der Sportwelt und in Österreich große Betroffenheit aus.

Als bisher einziger Rennfahrer ist Jochen Rindt posthum Formel 1-Weltmeister geworden. Sein Punktevorsprung konnte von seinem Konkurrenten Jacky Ickx in den letzten drei Rennen nicht mehr aufgeholt werden.

Den Weltmeister-Pokal nahm seine Witwe Nina entgegen. Sowohl Nina Rindt als auch Jacky Ickx werden zur Eröffnung der Fotoausstellung in der Galerie Westlicht erwartet.
Jochen und Nina Rindt (Bild: Galerie Westlicht/Milan Schijatschky)
Formel eins-Wagen am Eröffnungsabend
Zudem wird am Eröffnungsabend der Formel 1 Lotus 49 präsentiert, mit dem Jochen Rindt 1970 den Grand Prix in Monaco gewonnen hat und den Formel 2 Lotus 69, mit dem Rindt sein letztes Rennen gefahren ist.

Während der Ausstellung werden die neuen Filme „Jochen Rindts letzter Sommer“ von Eberhard Reuß und „Jochen Rindt lebt“ von Christian Giesser gezeigt.
Jochen Rindt - der erste Popstar der Formel 1
Foto-Ausstellung in der Galerie Westlicht, Westbahnstraße 40, 1070 Wien

3. - 26. September 2010

Mo., Di., Mi., Fr. 14.00 - 19.00

Do. 14.00 - 21.00

Sa., So. 11.00 - 19.00
Wien heute,
13. September