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MI | 21.03 | 18:05
Pater Sporschill (Bild: APA)
Pater Sporschill bei Christian Ludwig
Seit bald 15 Jahren arbeitet er mit Straßenkindern: Georg Sporschill war zu Gast bei Christian Ludwig auf Radio Wien. Dabei erzählte er von seiner Arbeit und dem Versuch ein ruhiges Weihnachtsfest zu feiern.
Pater Sporschill mit einem seiner Schützlinge. Hilfe für Rumänien und Moldawien
Im Oktober 1991 war der Jesutienpater Sporschill im Auftrag seines Ordens in einem vollgepackten Kleinbus nach Rumänien aufgebrochen. Mit drei Helfern begann er, den Straßenkindern von Bukarest zu helfen.

Jetzt ist die von Sporschill gegründete Organisation "Concordia" in Rumänien, Moldawien und der Ukraine tätig. Dort werden Kinderheime gebaut, wo alleingelassene Kinder ein Gefühl von Familie und Geborgenheit spüren können.

Ludwigs Frage an Pater Sporschill: Wie leben und überleben Straßenkinder in Rumänien? Die Probleme sind ganz Elementare: Hunger, Krankheiten und kein Dach über dem Kopf. Die Kinder schlafen in Kanälen und U-Bahn Schächten um nicht zu erfrieren und sie stehlen um nicht zu verhungern. Außerdem sind Krankheiten wie Tuberkulose und AIDS weit verbreitet.

Dennoch sei Rumänien eine Erfolgsstory, erzählte Pater Sporschill.
"Heute gibt es hunderte Straßenkinder in Bukarest, früher waren es aber Tausende". Die Zusammenarbeit mit dem rumänischen Staat und den Kirchen vor Ort funktioniere jetzt sehr gut, so Sporschill weiter.
Pater Sporschill hilft auch bei der Jobsuche. Von der Straße in eine neue Familie
Die Arbeit beginnt laut Sporschill immer direkt auf der Straße, von dort werden die verwahrlosten Kinder dann in eines der "Concordia"-Heime eingeladen. Ganz wichtig sei es dann, den Kleinen das Gefühl von Familie zu vermitteln, erzählte Sporschill bei Ludwig.

Der nächste Schritt ist dann, den Besuch einer Schule und weiterer Ausbildung zu organisieren. Bei der Arbeitsplatzsuche "gehe ich auch persönlich zu österreichischen Unternehmen in Bukarest, damit meine Schützlinge eine Chance bekommen", erzählte Sporschill.
Die Kontonummer für Ihre Spende: Raiffeisenbank Wien, 7.034.499 (BLZ 32.000) Jeder kann helfen
Helfen kann grundsätzlich jeder - und das auf verschiedenste Weise. Junge Menschen ab 18 Jahren können direkt in den Concordia Heimen arbeiten, "dadurch lernen sie auch, das eigene Glück wieder zu schätzen", sagte Sporschill im Interview.

Spenden werden natürlich auch immer dringend benötigt. Besonders wichtig sei aber auch das Ermutigen, der gute Zuspruch und das Gebet.
Zu Weihnachten sind Gespräche in der Familie besonders wichtig. Weihnachten im "reichen" Österreich
Geschenke zu Weihnachten sieht Sporschill als eine sehr schöne Tradition - Besonders wichtig sind aber die richtigen Worte zum Geschenk und Gespräche in der Familie.

Dann kann Weihnachten zur der ruhigen und besinnlichen Zeit werden, die es eigentlich sein sollte, ist Sporschill überzeugt.