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MI | 11.04.2012
Müllverbrennungsanlage (Bild: PID)
Simmering
Grundstein für MVA Pfaffenau gelegt
Der Grundstein für den dritten Wiener Müllofen ist heute in Simmering gelegt worden. In einem Gebäude entstehen die Müllverbrennungsanlage (MVA) Pfaffenau und die Biogas Wien.
Strom und Fernwärme um 235 Mio. Euro
Beide Anlagen kosten 235 Millionen Euro, sagte Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ), die gemeinsam mit Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) den Grundstein legte.

Die MVA soll an die 50.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme versorgen können. Mit dem produzierten Strom sollen rund 5.300 Haushalte versorgt werden.
Müllverbrennungsanlage (Bild: PID)
Luftansicht
Zwei Anlagen in einem Gebäude
Gebaut wird ein Gebäude, darin enthalten sind aber zwei unterschiedliche Anlagen: eine zur Verbrennung von ganz herkömmlichem Restmüll und eine zur Verwertung von Biomüll, der sich nicht zur Kompostierung eignet.

So werden bereits ab Mitte 2007 Fleischreste, tierische Fette und ähnliches im Biogas-Teil der MVA in Strom und Wärme umgewandelt. Ab 2008 soll dann auch die Restmüllverbrennungsanlage ans Netz gehen.
Neue Arbeitsstellen
Neben umweltfreundlicher Energie bringt das neue Werk auch Arbeitsplätze. Für die Dauer der Bauarbeiten sind es 750 Baustellenjobs, langfristig 50 Stellen in der Anlage selbst.
625 Kilo Müll pro Wiener
Eine Million Tonnen Müll produzieren die Wiener jedes Jahr. Pro Einwohner sind das 625 Kilo, wovon etwa die Hälfte, bestehend aus Glas, Papier, Metall und Plastik, wiederverwertet wird. Pro Person und Jahr bleiben 375 Kilo Restmüll. Dieser wird verbrannt und dann deponiert.

Weil ab 1. Jänner 2009 kein unbehandelter Restmüll mehr deponiert werden darf, wurde die neue Anlage in Simmering geplant. Dort werden bei der Verbrennung alle organischen Verbindungen aufgelöst, die entstehende Schlacke ist umweltverträglicher.
Vorhandene Kapazität zu klein
Die bereits bestehenden Anlagen am Flötzersteig und in der Spittelau können das zwar auch, haben aber zu wenig Kapazität. Gelagert wird die Schlacke in der Deponie Rautenweg, doch nur noch bis 2015, dann ist die Kapazität von elf Millionen Tonnen erschöpft.
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