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MI | 11.04.2012
Palais Auersperg. (Bild: APA)
Jubiläum
300 Jahre Palais Auersperg
300 Jahre alt wird heuer das Barockpalais Auersperg in Wien-Josefstadt. Es ist ein Gebäude, in dem Komponisten und Musiker genauso ein und aus gingen wie Widerstandskämpfer und Militärpolizisten.
Palais und barocker Garten
1706 wurde der Grundstein gelegt, 1710 das nach Plänen von Lukas von Hildebrandt errichtete Palais eröffnet. Einst am Rande der eigentlichen Stadt errichtet, steht es heute in unmittelbarer Nähe zu den Zentralbauten der Republik.

Der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt verbirgt sich hinter dem Palais ein 5.000 Quadratmeter großer Barockgarten. Gebäude schotten den nur für Palaisbesucher zugänglichen Garten von den umliegenden Straßen ab.
Palais Auersperg. (Bild: APA)
Ab 1954 wurden Kriegsschäden beseitigt und das Palais komplett saniert.
Privatkonzert von Ch.W. Gluck
Musikgeschichte machte das Palais ab 1760 unter seinem Mieter Wilhelm von Sachsen-Hildburghausen. Dieser holte unter anderem Christoph Willibald Gluck zu Privatkonzerten ins Haus. 1786 wurde hier Mozarts Oper "Idomeneo" als Privatvorführung gegeben.

Im Laufe der Zeit veränderte sich das Aussehen des Palais. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Innere stark verändert, das Äußere Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts. Damals entstand etwa der heute charakteristische Säulenvorbau geschaffen.
Denkmalschutz und Erotikmesse
Nach dem Ersten Weltkrieg zog das neue Bundesdenkmalamt für zwölf Jahre in das Palais ein. Im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs trafen in dem Haus Mitglieder der Widerstandsbewegung "O5". Eine Gedenktafel erinnert heute noch daran.

Nach dem Krieg diente das Palais Auersperg bis 1955 als Sitz der alliierten Militärpolizei. Danach diente es als Veranstaltungsort für Kongresse und Parteifeiern. Auch eine Erotikmesse fand schon in dem an der Ecke Auerspergstraße/Lerchenfelder Straße gelegenen Palais statt.
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