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MI | 11.04.2012
Fendrich (Bild: APA)
Fendrich-Porträt
Höhen und Tiefen eines Austropop-Stars
Sänger, Schauspieler, Entertainer - das ist Rainhard Fendrich. Zuletzt machte er öfter mit Skandalgeschichten als mit Musik Schlagzeilen: von der Scheidung bis zur Anklage wegen des Besitzes und der Weitergabe von Kokain.
Fendrich, wie man ihn gerne sieht - mit Gitarre bei einem Live-Auftritt.
Rasante Karriere
Vor einem Vierteljahrhundert erschien sein erstes Album, und im Jahr darauf gelang ihm mit dem gleichnamigen Hit der Sprung auf die "Strada del sole" des Austropops: Rasch avancierte Fendrich zu einem der großen Namen in der von ihm schon 1981 ironisierten "Schickeria" des österreichischen Pop.

Die rasante Abfolge von Hits wie "Oben ohne" (1982), "Razzia" (1982) und "Es lebe der Sport" (1982) katapultierten Fendrich an die Spitze der Austropop-Musik und machten ihn auch in Deutschland bekannt.

Es folgten unter anderem "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk" (1984), "Wien bei Nacht" (1985), "Macho, Macho" (1988) und "I Am From Austria" (1990).
Jus-Studium abgebrochen
Geboren wurde Rainhard Jürgen Fendrich am 27. Februar 1955 in Wien-Alsergrund. Nach Internat, abgebrochenem Jus-Studium und Schauspiel- und Gesangsunterricht gab Fendrich 1980 gleich zwei Debüts: als Schauspieler am Theater an der Wien und mit seinem ersten Album, "Ich wollte nie einer von denen sein".
Rainhard Fendrich im Musical "Wake Up". (Bild: APA)
Musical-Erstling "Wake Up" blieb weit unter Erwartungen.
TV-Moderator und Musicalstar
Ab den 90er Jahren war Fendrich auch abseits des Musikbusiness und seiner sechs in diesem Jahrzehnt aufgenommenen Alben erfolgreich und unter anderem als TV-Moderater von "Herzblatt" (1993-1997) und "Nix is fix" sowie als Musical-Sänger ("Chicago") zu sehen.

Seit 1997 steht Fendrich mit Wolfgang Ambros und Georg Danzer zudem als "Austria 3" auf der Bühne, drei Alben und zahlreiche gefeierte Auftritte sind das Ergebnis der Kooperation der drei Austropop-Größen, die vergangenen Juni ihre Trennung bekannt gaben.

2002 wurde sein letztlich weit hinter den Erwartungen gebliebener Musical-Erstling "Wake Up" - geschrieben gemeinsam mit Harold Faltermeyer - uraufgeführt, bei dem Fendrich auch mitspielte.
A3 (Bild: APA)
Fendrich mit Danzer und Ambros als A3
Fendrich mit Ex-Frau (Bild: APA)
Pikante Details aus Privatleben verraten.
Private Schlammschlacht mit Ex-Frau
Von der "Strada del Sole" an die "Playa de Mallorca" ging es in Fendrichs Privatleben. Nach der medial ausgeschlachteten Trennung und Scheidung von Andrea Fendrich lebte der Sänger nun auf einer Finca auf Mallorca.

"Meine Verwunderung war insofern groß, dass meinem Privatleben fast eine Lennon-artige Aufmerksamkeit zuteil wurde", schilderte Fendrich die damalige Aufregung um sein Privatleben. Aber auch der Sänger selbst löste manchmal mit Details aus seinem Privatleben Erstaunen aus.

So hatte er etwa im Jänner 2006 bei mehreren Medienauftritten seiner Schwiegermutter nach 17 Jahren den tragischen Tod seiner Tochter Theresa angelastet.
Auch mit Manager vor Gericht
Auch vor seiner Scheidung gab es für Fendrich schon eine Trennung, die vor Gericht endete: Mit seinem langjährigen Manager Herbert Fechter überwarf sich der Sänger 1996, später trat Fendrich als Zeuge im Steuer-Prozess gegen Fechter auf.

Ursprünglich stand auch Fendrich im Visier der Finanz, zeigte sich in Folge selbst an und einigte sich mit der Finanz in einer Vereinbarung auf eine "Nachzahlung" von mehreren Millionen Schilling, womit er weiteren Kalamitäten entging.
Fendrich (Bild: APA) Preise über Preise
Fendrich heimste im Lauf seiner Karriere zahlreiche Gold- und Platin-Auszeichnungen, mehrere "Amadeus Awards", den "World Music Award", einen "Romy" als bester Showmaster und den Preis der deutschen Schallplattenkritik ein.
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