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MI | 11.04.2012
Kokain (Bild: APA)
Eine Chronologie
Koks und Prominenz
Künstler, Musiker und Promis sorgen regelmäßig für Schlagzeilen mit Kokain. Im Folgenden eine Auflistung der bekanntesten Fälle der vergangenen Jahre.
Supermodel Kate Moss
Das Topmodel Kate Moss kam im September 2005 in Bedrängnis, als britische Zeitungen Handyfotos abdrucken, auf denen Moss angeblich beim Koksen zu sehen war. Sie verlor sämtliche Werbeverträge mit H&M und Chanel und begab sich in Entzug. Nach dem Skandal trennte sich Moss auch von ihrem schwer drogensüchtigen Freund, dem Babyshambles Sänger Pete Doherty.
TV-Moderator Michel Friedman
Der deutsche TV-Moderator und Politiker Michel Friedman legte im Juli Jahr 2003 alle Ämter zurück, nachdem bekannt wurde, dass er Callgirls besucht hat und im Beisein der Frauen Kokain konsumiert hat. Unter anderem war Friedman als wortgewaltiger Vizepräsident des Zentralrates deutscher Juden in einer breiten Öffentlichkeit bekannt gewesen.
Fußballtrainer Christoph Daum
Der deutsche Star-Fußballtrainer Christoph Daum musste im Jahr 2001 seine Kokainsucht zugeben, nachdem Berichte über eine positive Haarprobe auftauchten. "Ich habe professionelle Hilfe in Anspruch genommen", sagte er in einem TV-Interview. Mit Hilfe einer Therapie wolle er lernen, "Konflikte auf eine andere Art zu lösen und an Sicherheit zu gewinnen". In einem langwierigen Gerichtsverfahren wurde er im Juli 2002 zu einer Strafe von 5.000 Euro verurteilt.
Sportler Diego Maradonna
Der Fußballweltmeister von 1986 Diego Maradonna kämpfte jahrelang gegen seine Drogensucht und sein Übergewicht. Ab Jänner 2000 verbrachte Maradona die meiste Zeit auf Kuba, wo er sich bereits mehrmals zum Drogenentzug aufhielt. Damals wäre er beinahe an einer Überdosis Kokain gestorben. Im Jahr 2004 gab er an, sich "endlich von seiner Sucht befreit" zu fühlen.
Sänger Konstantin Wecker
Der deutsche Liedermacher wurde im Jahr 2000 vom Landgericht München zu einer Haftstrafe von zwanzig Monaten auf Bewährung und einer Geldbuße von rund 51.000 Euro verurteilt. Als er im Jahr 1995 wegen Besitzes von 1,77 Kilogramm Kokain festgenommen wurde, gab er an, zuletzt drei bis fünf Gramm des Kokaingemischs Crack geraucht zu haben.
Maler Jörg Immendorf
Der deutsche Malerfürst Jörg Immendorf musste sich im Jahr 2003 wegen Kokainbesitzes verantworten. Er wurde mit neun Prostituierten und elf Gramm Kokain erwischt.
US-Schauspieler Robert Downey jr.
Mehrere Drogenabstürze bescherten dem US-Schauspieler Robert Downey jr. ("Chaplin", "Ally McBeal") Ende der 90er Jahre zahlreiche Karriereknicks. Downey war in den vergangenen Jahren wegen Drogenbesitzes, darunter Kokain und Heroin, mehrfach in Konflikt mit der Justiz geraten. Er saß rund ein Jahr in Haft und musste sich nach einem Rückfall einer Therapie unterziehen. Im Vorjahr gab er in einem Interview an, seit zwei Jahren drogenfrei zu sein.
Superstar Robbie Willians
Der mittlerweile geläuterte Pop-Superstar Robbie Wiliams hatte sich mehrmals öffentlich zu seinem zweitweiligen Drogenkonsum bekannt: "Wenn ich trinke, will ich schlafen, deshalb nehme ich Koks, um wach zu bleiben", sagte er im Jahr 2000 in einem Interview. Bereits während seiner Zeit bei der Teenie-Band Take That hatte Williams im Alter von knapp 16 Jahren begonnen, Kokain zu nehmen.
Songcontest-Starter Tony Wegas
Der Sänger Tony Wegas saß bis 1999 eine 30-monatige Haftstrafe wegen Kokain-Konsums und zwei Handtaschendiebstählen ab.
Judoka Thomas Schleicher
Der frühere Spitzen-Judoka war Anfang September 1998 in Salzburg wegen Besitzes und Handels mit Kokain sowie Ecstasy-Tabletten zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Drei Jahre später nahm er sich das Leben.
Andreas Goldberger
Das Schnupfen von Kokain auf einer Party brachte dem Skispringer 1996 eine Strafverfügung und eine Geldstrafe ein. Der ÖSV sperrte ihn für sechs Monate.
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